Weißer Rasling

Weißer Rasling (Lyophyllum connatum)
syn. Lerchensporn-Ritterling

Klasse Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Ritterlingsartige (Tricholomataceae)
Gattung: Raslinge; Graublättler (Lyophyllum)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00147
essbar

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Kurzbeschreibung:
weißer, bis in den Spätherbst büschelig wachsender Blätterpilz des Laub- und Nadelwaldes.

Hut:
3 – 7 (15) cm, dünnfleischig; rein weiß; matt bis seidig glänzend und fein bereift solange trocken, bei Feuchtigkeit und im Alter bleigrau-wässrig; bei großer Feuchtigkeit durchwässert und bläulich-durchsichtig; anfangs halbkugelig, dann gewölbt und schließlich ausgebreitet niedergedrückt; Rand dünn, jung eingebogen, dann flach und wellig.

Weißer Rasling

Blätter:
angewachsen oder herab laufend, untermischt, z. T. gegabelt, weißlich bis rahmweiß, im Alter auch leicht gelblich.

Stiel:
4 – 10cm lang, 1 – 2 cm dick; wie der Hut rein weiß; an der Spitze leicht mehlig-flockig bepudert, im Alter gelblich; erst voll, dann fast hohl; am Grund meist büschelig verwachsen, selten einzeln stehend, oft wachsen aus einem Strunk mehrere Stiele.

Fleisch:
weiß, dünn, knorbelig, etwas glasig; Geschmack mild, Geruch nach Lerchensporn, süßlich.

Sporenpulver:
weiß

Wert:
umstritten: obwohl früher als schmackhaft und essbar geltend, enthält der Pilz nachweißlich – neuere Forschungen haben das definitiv gezeigt – mutagene (das Erbgut schädigende) Gifte (z. B. Lyophyllin) , die durch Erhitzen nicht zerstört werden. Vor allem Schwangere sollten auf den Pilz grundsätzlich verzichten. In Tierversuchen wurde die mutagene Wirkung nachgewiesen, ob sie auch beim Menschen auftritt, ist fraglich – also noch nicht erforscht. Es erscheint darum grundsätzlich angeraten, den Pilz zu meiden.
Nach Roth/Frank/Kormann: Giftpilze/Pilzgifte (Nikol Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co.KG Hamburg) ist der Pilz wenig oder kaum giftig.

Vorkommen:
August-November in Laub- und Nadelwäldern; Parkanlagen; an grasigen und krautigen Stellen; rasenartig in dichten Büscheln, aber auch (seltener) allein.

Verwechslungsmöglichkeit:
Das büschelige Wachstum und der Geruch sind eigentlich deutliche Merkmale, bei deren Nichtbeachtung oder Unkenntnis kann es jedoch zu Verwechslungen mit giftigen weißen Trichterlingen kommen.



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