Wolliger Milchling

Wolliger Milchling (Lactarius vellereus)
syn. Erdschieber
                            

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Sprödblättler (Russulales)
Familie: Täublinge (Russulaceae)
Gattung: Milchlinge (Lactarius)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00142
ungenießbar

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Kurzbeschreibung:
kalkweißer oder schmutzigweißer, schüsselförmiger, großer und fester Blätterpilz mit weißer Milch.

Hut:
bis 30cm breit; hart, fest, dickfleischig; kalkweiß oder gelblich, später auch ockergelblich-bräunlich fleckig; zuerst wollig-flaumig, am Rande dicht wollig-filzig, älter kahler; anfangs gewölbt-genabelt, dann niedergedrückt, schließlich schüssel- oder trichterförmig vertieft; häufig mit Laub-; Nadel- oder Erdresten bedeckt, die der Pilz beim Wachsen aus dem Erdboden schiebt > „Erdschieber“;  Rand scharf und wellig geschweift, ungerieft und lange eingebogen.

Blätter:
gerade angewachsen bis kurz am Stiel herablaufend; entfernt stehend, oft gegabelt, dick und starr, weiß-blassgelb, alt ockergelblich.

Stiel:
2-6cm hoch, bis 5cm dick; flaumig bis zartfilzig, später kahl; meist zylindrisch; hart, derb, voll, kurz und gedrungen; weißlich bis schwach gelblich; an Druckstellen hell ockerlich.

Fleisch:
derb, hart, weißlich, körnig, Geschmack sehr scharf, die weiße Milch allein ist jedoch mild und macht beim Kosten Zähne stumpf; Geruch angenehm.

Sporenstaub:
weißlich.

Wert:
kein Speisepilz; jedoch nach Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreund Bd. I  ist der Pilz essbar und wohlschmeckend, wenn er in dünnen Scheiben scharf gebraten wird, nach allen anderen Zubereitungsmethoden ist er ungenießbar.

Vorkommen:
August – November im Laub- und Nadelwald; truppweise, oft in großen Mengen

Verwechslungsmöglichkeit: Nach Ewald Gerhardt: BLV Handbuch PILZE hat der Wollige Milchling einen Doppelgänger mit scharf schmeckender Milch – den Scharfmilchenden Wollschwamm (Lactarius bertillonii). Beide sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Der Wollige Milchling ist jedoch vor allem in Norddeutschland und im Flachland wesentlich häufiger.



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