Schwefelritterling

Schwefelritterling (Tricholoma sulphureum)
syn. Schwefelgelber Ritterling                          

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Ritterlingsartige (Tricholomataceae)
Gattung: Ritterlinge (Tricholoma)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00141
giftig

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Kurzbeschreibung:
dem Grünling sehr ähnlicher schwefelgelber Blätterpilz mit satt gelbem Fleisch und unangenehmem Geruch.

Hut:
bis 9cm breit; schwefelgelb bis fuchsig; zuerst halbkugelig, auch stumpf kegelig, dann gewölbt bis abgeflacht; gebuckelt; seidig, feinschuppig oder kahl, trocken nicht schmierig; Rand lange eingerollt; dünnfleischig.

Schwefelritterling

Blätter:
kräftig schwefelgelb; ausgebuchtet; mit Zahn angewachsen, entfernt stehend; dick, breit, etwas spröde.

Stiel:
bis 10cm lang und 1cm dick; schwefelgelb mit fuchsig werdenden Fasern, schlank und relativ gleichmäßig dick, unten auch etwas ausspitzend; voll, später auch hohl.

Fleisch:
lebhaft schwefelgelb, auch grünlich gelb, fest; Geruch unangenehm nach Leuchtgas oder Karbid, Geschmack ebenfalls unangenehm.

Lamellen Schwefelritterling

Sporenstaub:
weiß.

Wert:
roh giftig, abgekocht wegen seines widerlichen Geschmacks ungenießbar.

Zur Wirkung des Giftes:
Die unbekannten Pilzgifte bewirken eine gastrointestinale Intoxikation; die gastrointestinale Schleimhaut (Schleimhaut des Magen – Darm- Trakts) wirkt lokal gereizt und es kommt zu Erbrechen und Durchfall.

Latenzzeit: ca. ½ bis 3 Stunden. Die gastrointestinale Phase kann bis zu 7 Tage dauern

Symptome:
Es kommt zu Bauchschmerzen und –koliken, Erbrechen und Durchfall; als Folge der Brechdurchfälle sind Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut (Azidose), Wadenkrämpfe, Austrocknung des Körpers als Folge des Flüssigkeitsverlustes (Exsikkose) und Schock möglich. (nach: Roth/Frank/Kormann: Giftpilze – Pilzgifte; Nicol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg).

Nach Ewald Gerhard (BLV Handbuch PILZE) und Michael/Hennig/Kreisel
(Handbuch f. Pilzfreunde Bd. I )soll der Pilz in rohem Zustand auch blutzersetzende Stoffe enthalten.

Vorkommen:
Juli – Oktober im Laubwald (unter Buchen, Eichen, Birken), im Hochgebirge auch unter Fichten, auf sauren und neutralen oder Kalkböden; häufig; vom Flachland bis ins Hochgebirge (. Nach Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde Bd. I in der Schweiz bis 2000m).

Verwechslungsmöglichkeit:
Der Schwefel-Ritterling gilt als der klassische Doppelgänger des ebenfalls giftigen Grünlings (Tricholoma equestre), der aber deutlich nach Mehl und nicht nach Leuchtgas oder Karbid riecht und dessen Blätter enger stehen.



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Schwefelritterling

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