Tiegelteuerling

Tiegel-Teuerling (Crucibulum laeve)                

Klasse Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung Nidulariales
Familie: Nestpilze (Nidulariaceae)
Gattung: Tiegel-Teuerlinge (Crucibulum)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00133

ungenießbar

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Kurzbeschreibung:
meist zylindrischer, becher- oder tiegelförmiger, bis 1cm hoher, gelblicher, jung mit einem Deckel verschlossener , im Innern mit hellen, rundlichen Sporenkapseln gefüllter Pilz an toten Ästchen von Laub- und Nadelholz.

Fruchtkörper:
anfangs fast kugelig,  später +/- kurz zylindrisch, becher- oder tiegelförmig, bis 1cm hoch und  8mm breit,: außen ockergelb oder blasser, feinfilzig; später braunschwarz;mit ockergelbem, kleiigem, schuppig-filzigem, in der Reife zerfallendem Deckel (Epiphragma) verschlossen; Innenseite creme – ockrig.Im Inneren befinden sich die Sporen in rundlichen, +/- linsenförmigen Sporenbehältern (Peridiolen), die mit einer Art Nabelschnur (Funikulum) im Becher befestigt sind.

Einfallende Regentropfen schleudern die Peridiolen aus dem Teuerling, die nach einiger Zeit die Sporen freigeben. Die leeren Behälter sind sehr witterungsbeständig und bleiben noch lange stehen.

Teuerlinge

Wert:
ungenießbar.

Vorkommen:
Juni – Oktober, aber auch ganzjährig an toten Ästchen von Laub- und Nadelholz, an Pflanzenstängeln und auch auf Strohdächern, in Wäldern, Gärten usw.; gesellig wachsend vom Flachland bis ins Mittelgebirge.

Verwechslungsmöglichkeit:
Der Pilz ist wegen seiner gelbichen Farbe und besonders dem ockergelben flockig-filzigen Deckel kaum zu verwechseln. (Siehe auch: Gestreifter Teuerling und Topf-Teuerling)

Interessantes:
Die Bezeichnung „Teuerling“ rührt von einem Aberglauben her: Die Bauern verglichen die Peridiolen mit Geldstücken und meinten, von deren Anzahl auf eine bevorstehende Teuerung schließen zu können.



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