Frostschneckling

Frostschneckling (Hygrophorus hypotheus)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung:
Blätterpilze (Agaricales)
Familie:
Dickblätterpilze (Hygrophoraceae)
Gattung:
Schnecklinge (Hygrophorus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00128
Essbar

► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
+/- dunkelbrauner Pilz des Spätherbstes im Kiefernwald mit dickschleimigem Hut, dicken, gelben Blättern und gelbem Stiel.

Hut:
heller oder dunkler braun; sehr schleimig, nach Abtrocknen oder Abfließen des Schleimes eher blass, gelb, auch rötlich-gelb; zuerst glockig gewölbt, später abgeflacht bis vertieft mit kleinem Buckel; faserig, dünnfleischig, elastisch; Huthaut z.T. abziehbar; Rand lange nach unten gebogen; 3 – 5 (7)cm breit.

Blätter:
breit am Stiel angewachsen bis leicht herablaufend; anfangs weißlich, dann gelb bis dottergelb, im Alter auch orangerötlich oder orangerot gefleckt; dicklich; entfernt stehend.

Stiel:
3 – 7cm lang, 5 – 10mm dick; gelb, blassgelb, schlank, zylindrisch, mitunter auch zur Basis hin verjüngt; anfangs voll, dann hohl; glatt, mit weißlicher, flüchtiger, ringartiger Zone (= Reste einer inneren flockigen Hülle), unter dieser Zone schleimig-schmierig, darüber trocken und feinflockig.

Fleisch:
weißlich, weißlich-gelb, unter der Huthaut gelb; fest; Geruch mild, schwach, angenehm, Geschmack mild, süßlich.

Sporenstaub:
weiß

.

Wert:
Wegen seiner Größe ein relativ unergiebiger, aber sehr schmackhafter und darum gesuchter Speisepilz, besonders geeignet für Suppen (Schleim abwaschen!).

Vorkommen:
Ende Oktober bis Anfang Januar, nach den ersten Frösten; im Nadelwald, vor allem im Kiefernwald auf sauren und neutralen Böden in Sand- und Sandsteingebieten; mitunter in großen Mengen; vom Flachland bis ins Hochgebirge.

Interessantes:
Genau wie der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) wächst der Frostschneckling nur nach den ersten Frösten, weil das Myzel Frost benötigt, um Fruchtkörper bilden zu können.

Verwechslungsmöglichkeit:
Der Pilz ist wegen seiner Erscheinungszeit, seinem Wachstum vor allem unter Kiefern und seinen gelblichen Farben an der Hutunterseite kaum zu verwechseln.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Frostschneckling

Natur-Lexikon.com