Trompeten-Pfifferling

Trompeten-Pfifferling (Cantharellus tubaeformis)
syn. Durchbohrter Leistling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Nichtblätterpilze (Aphyllophorales)
Familie: Stoppelpilze (Cantharellaceae syn. Hydnaceae)
Gattung: Pfifferlinge (Cantharellus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00127
Essbar

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Kurzbeschreibung:
farblich sehr variabler, gelblichgrauer oder graubrauner trompeten- oder trichterförmiger Pilz mit gelblichweißer Unterseite und gräulich oder gelblichweiß gefärbten Leisten.

Trompetenpfifferling

Hut
2-6cm breit; feucht braungrau, graugelb, olivgraubraun, trocken blasser; Oberseite zartflockig, fein geschuppt oder auch glatt; mitunter konzentrisch gefurcht, radial wellig-runzlig; Rand nach außen gebogen, wellig gelappt; in der Mitte anfangs genabelt; oft trichterförmig, dann durchbohrt; im Alter dünnfleischig.

Trompeten-Pfifferling Unterseite

Leisten:
am Stiel herab laufend, gegabelt, dicklich, entfernt stehend, oft am Grund queradrig verbunden; graubräunlich, bläulichgrau, schwach rötlichgelb, oft weißlich bereift durch Sporenpulver.

Stiel:
2-6cm lang, 0,5-1cm breit; schlank, grubig bis breitgedrückt, hohl, oben rauchgraugelblich, olivgelblich, auch schwach orangegelblich, am Grund gelblich oder blassgrau.

Fleisch:
weich, dünn, weißlich, am Rand gelblich, mit erdigem Geruch und mildem Geschmack.

Sporenpulver:
blassgelblich, weiß.

Wert:
essbar (man findet in der Pilzliteratur kaum Angaben zur geschmacklichen Qualität).

Pilzsammler, die den Pilz häufig suchen, beschreiben seinen Geruch als erdig oder auch rübenartig, ähnlich beschreiben sie seinen Geschmack, welcher recht penetrant werden kann, wenn das Gericht nur aus Trompeten-Pfifferlingen besteht. Er soll andererseits in einer Butter-Öl-Mischung angebraten und zu Spaghetti gereicht recht gut schmecken.

Der Pilz läßt sich gut trocknen.

Vorkommen:
Juli bis November in schattigen Laub- und Nadelwäldern, auf moosigen und feuchten Böden, aber auch auf vermoderndem Holz oder Baumstubben; gesellig bis rasig; oft in größeren Mengen, von Italien bis Nordeuropa.

Verwechslungsmöglichkeit:
Dem Trompeten-Pfifferling ähnlich ist der Starkriechende Pfifferling (Cantharellus xanthopus), dessen Hut jedoch dünnfleischiger und kaum eingerollt ist und dessen Leisten fleischrosa gefärbt sind. Der auffallend süßlich-fruchtige Geruch kennzeichnet diesen essbaren Pilz besonders.



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Trompeten-Pfifferling

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