Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)

Klasse Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung
Nichtblätterpilze (Aphyllophorales)
Familie: Seitlingsartige (Polyporaceae)
Gattung:
Braunporlinge (Phaeolus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00120
ungenießbar

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Kiefern-Braunporling

Kurzbeschreibung:
gelbbräunlicher, am Rand kräftig schwefelgelber; zylindrischer bis kreisel- oder tellerförmiger, dachziegelartig übereinanderstehender filziger Pilz an Nadelholz, vor allem Kiefer.

Fruchtkörper:
anfangs gelbbraun und +/- konzentrisch gezont, dann kastanienbraun, in der Wachstumsphase am Rand kräftig schwefel- bis orangegelb, in der Mitte dunkler braun, im Alter rot- bis schwarzbraun, im jungen Stadium striegelig-filzig, später grubig löchrig; kreisel- oder zylindrisch, teller- oder flach trichterförmig; oft zu mehreren verwachsen und dachziegelartig übereinander stehend; mitunter mit deutlichem Stiel, anfänglich weich, schwammig, dann korkartig, 6-20 (30) cm breit.

Röhren:
jung gelblich bis grüngelblich, später olivgrün, bei Berührung wie auch die anderen Pilzteile schwärzend, am Stiel herablaufend, 3-6 (10) mm lang.

Poren:
blassgelb bis olivgrün, 1-2mm breit, labyrintisch-zerrissen.

Stiel:
kurz, dick, knollig, dunkelbraun.

Fleisch:
zuerst gelbbraun bis safranfarbig; weich, schwammig; dann rostbraun; grobfaserig;
korkartig; sehr wasserhaltig, trocken sehr leicht;

Geruch:
unbedeutend, Geschmack säuerlich.

Sporenstaub:
weiß bis gelblich

Wert:
ungenießbar.

Vorkommen:
Im Nadelwald als Parasit oder Saprophyt an Wurzeln oder unteren Stammteilen verschiedener Nadelbäume, besonders Kiefer, aber auch Fichte, Lärche, Douglasie; selten an Laubholz; einjährig; erzeugt Braunfäule; das zersetzte Holz verfärbt sich bräunlich und riecht terpentinartig (nach: Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde Bd.II); häufig, sowohl im Flachland als auch im Gebirge.

Verwechslungsmöglichkeit:
Sehr junge Exemplare können mit dem Dreieckigen Filzporling (Onnia triquetra) verwechselt werden, der jedoch kleiner und an den Röhren grauer gefärbt ist und der vor allem auf Stirnflächen von Kiefernstümpfen wächst.



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Kiefern-Braunporling

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