Eichenmilchling

Eichen-Milchling (Lactarius quietus)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Sprödblättler (Russulales)
Familie: Täublingsartige (Russulaceae)
Gattung: Milchlinge (Lactarius)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00117

ohne Vorbehandlung kein Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
fleischrötlicher, schnell gelblich milchender , nach Blattwanzen riechender Pilz mit leicht gezontem Hut, helleren Blättern, unter Eichen.

Hut:
fleischig; anfangs rötlich braun, später ziegelrötlich bis zimtbräunlich, trocken ausblassend, Hutmitte dunkler; oft undeutlich zum Rand hin gezont, mitunter auch von Flecken unterbrochen ; zuerst leicht schmierig-klebrig, dann stumpf und trocken, manchmal schwach bereift; anfangs gewölbt, dann mit schwach niedergedrückter Mitte, meist ohne Buckel, schließlich flach trichterförmig, Rand zuerst eingebogen, auch später noch gebogen, zuletzt oft wellig; 3 – 10cm breit.

Eichenmilchling Nahaufnahme

Blätter:
am Stiel gerade angewachsen bis herablaufend, ziemlich gedrängt, mit zahlreichen Zwischenblättchen untermischt; zuerst grau-rötlich-weiß. Später blassrötlich oder ziegelrötlich: an den Schneiden oft rostbraun fleckend: im Alter häufig durch Sporen weißlich bestäubt.

Stiel:
jung fest, voll, mit ausgestopfter Mitte; blass roströtlich, später hohl, oft längsfurchig oder leicht grubig, nach oben und unten leicht verjüngt; 3 – 6cm lang, bis 1,2cm stark.

Eichenmilchling im Moos

Fleisch:
im Hut dick und fest, blass ziegelrötlich, in der Stielmitte fast weiß; Geruch unangenehm nach Blattwanzen, Geschmack mild bis bitterlich, nach längerem Kauen unangenehm – vor allem bei trockenen Pilzen.

Milch:
auch bei kleinen Verletzungen sofort und reichlich, dann nachlassend milchend; an Luft schnell cremgelblich verfärbende; mild, im Nachgeschmack leicht bitter.

Sporenstaub:
weißlich bis blass gelblich.

Wert:
nach E. Laux: Der neu Kosmos PILZATLAS: kein Speisepilz; nach Michael/Hennig/ Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde Bd. V: brauchbar zum Einlegen in Essig und zum Einsalzen, in Mischgerichten nur bedingt brauchbar.
In Osteuropa werden Milchlinge (auch scharfe) nach besonderer Behandlung gegessen.
Genauere Rezepte hierzu sind zu finden in:
- Pilzzeitschrift „Der Tintling“, Heft 2/2003, S. 19/20
- Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde, Gustav – Fischer – Verlag, Bd. I ,
S. 41 – 43 und etwas kürzer in Bd. V, S. 73.

Vorkommen:
Juni-Oktober in Laub- und Mischwäldern stets bei Eichen (Mykorrhiza-Pilz), sowohl auf sauren, neutralen und Kalkböden, nicht jedoch in Mooren; meist sehr gesellig, verbreitet in Mittel- und Osteuropa vom Flachland bis in die Mittelgebirge.

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit anderen – ähnlich gefärbten – Milchlingen. Es gilt hier die Sammlerregel ähnlich wie bei den Täublingen: milde Milchlinge sind genießbar!



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