Graustieltäubling

Gelber Graustiel-Täubling (Russula claroflava)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Sprödblättler (Russulales)
Familie: Täublinge (Russulaceae)
Gattung: Täublinge (Russula)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00116
essbar

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Kurzbeschreibung:
mittelgroßer, hell- bis chromgelber Pilz mit weißlichem oder hellgraulichem, knackig brechendem Fleisch und Stiel und spröden Blättern an feuchten Stellen besonders unter Birken.

Hut:
hell-, zitronen- oder chromgelb; anfangs halbkugelig gewölbt, dann ausgebreitet, etwas genabelt; ziemlich fest und starr; jung Oberfläche bei Feuchtigkeit schmierig; dann trocken glanzlos und matt; Huthaut nur am Rand abziehbar, Rand zuerst eingerollt, später abstehend, z.T. radial gefurcht; 3 – 12cm breit.

gelber Graustieltäubling

Blätter:
anfangs weiß, dann buttergelblich, schließlich grauend; angewachsen bis frei, ziemlich gedrängt; am Stiel verschmälert paarig angewachsen bis buchtig frei.

Stiel:
4- 9cm lang, 1 – 2cm stark; weiß, unten graulich, anfangs voll und fest, später schwammig; auf Druck und im Alter grau bis schwärzlich.

Fleisch:
weiß, im Schnitt oft erst leicht rötend, später grau; Geschmack mild, jung jedoch mitunter etwas schärflich oder brennend; Geruch unbedeutend.

Sporenstaub:
hell-ocker.

Graustiel-Täubling

Wert:
essbar.

Vorkommen:
Juni-Oktober an feuchten, schattigen Stellen vor allem unter Birken, auf moorigen oder in anmoorigen Laub- und Nadelwäldern, gesellig.
In manchen Gegenden durch Entwässerung der Moore und durch Schadstoffbelastung stark gefährdet.

Verwechslungsmöglichkeiten:
mit anderen, ähnlich gefärbten milden und auch scharfen Täublingen.

Wissenswertes:
Täublinge sind Mykorrhizapilze, sie leben mit bestimmten Bäumen oder Pflanzen in Symbiose, vor allem mit Birke, Buche, Eiche, Fichte usw..
In Europa gibt es schätzungsweise 160 – 170 Täublingsarten, weltweit ca. 270.
Es gibt mild-, bitter- oder z.T. brennend scharf schmeckende Täublinge.

Grundsätzlich gilt die Regel: Mild schmeckende Täublinge sind eßbar und z.T. sehr schmackhaft (Speisetäubling!)!
Scharf und bitter schmeckende Täublinge sind in Europa vermutlich nicht giftig, aber ungenießbar, einige von ihnen sind jedoch nach besonderer Zubereitung essbar (wie scharfe Milchlinge). Genauere Rezepte sind zu finden in:

- Pilzzeitschrift „Der Tintling“, Heft 2/2003, S. 19/20

- Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde, Gustav – Fischer – Verlag, Bd. I ,

S. 41 – 43 und etwas kürzer in Bd. V, S. 73.

Man sollte Täublinge im Allgemeinen – auch mild schmeckende – nicht roh essen.

Die z.T. recht kräftigen Farben der Täublinge sind ein Gemisch von Pteridinen und somit dem Farbstoff der Schmetterlingsflügel verwandt. Pteridine leiten sich aus Bestandteilen der Nukleinsäuren ab und sind wasserlöslich. Die Wasserlöslichkeit der Hutfarbe und die dadurch verursachten Farbveränderungen erschweren die Bestimmung von Täublingen erheblich. Ohne Bestimmung der Farbe des Sporenstaubes und der mikroskopischen Beurteilung der Sporen ist eine genaue Bestimmung der Täublinge häufig kaum möglich.
(nach: Michael/Hennig/Kreisel. Handbuch für Pilzfreunde Bd. V, Gustav- Fischer Verlag)

Täublinge haben keine Manschette und auch keine Knolle! Sie brechen meist knackig im Fleisch, ihre Blätter splittern spröde, Ausnahme ist hier der Frauentäubling (Russula cyanoxantha), dessen Blätter elastisch und nicht spröde brechend.



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Graustieltäubling

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