wässriger Mürbling

Wässriger Mürbling (Psathyrella piluliformis)
syn. Weißstieliges Stockschwämmchen (Psathyrelle hydrophila)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Tintlingsartige (Coprinaceae)
Gattung:
Faserlinge, Mürblinge (Psathyrella)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00106
essbar, aber kein Speisepilz
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Kurzbeschreibung:
zarter und zerbrechlicher, in Büscheln wachsender Pilz mit braunem Hut, bräunlichen bis schokoladenbraunen Blättern und weißem Stiel.

Hut:
runzelig, dünnfleischig; feucht dunkel- oder olivbraun, trocken graugelblich und matt; meist stark durchwässert; sehr zerbrechlich; 2-6cm breit, anfangs halbkugelig glockig, dann gewölbt-ausgebreitet; Rand im Jugendstadium mit vergänglichem, anfangs blassem Schleier (Reste des ehemaligen Velums) behangen.

Blätter:
breit angewachsen; mäßig gedrängt; anfangs weißlich, dann blassbräunlich bis graubraun-dunkelbraun, schließlich braunschwärzlich; mitunter mit weißer feinflockiger Schneide.

Stiel:
4-8(10)cm lang, 3-7mm breit; weißlich, seidig glänzend; zylindrisch, hohl, zerbrechlich, oft wellig uneben; ohne Ring und Schüppchen.

Fleisch:
feucht rußbraun, trocken blass; dünn; Geruch und Geschmack mild oder unbedeutend.

Sporenstaub:
dunkelbraun.

Wert:
eventuell als Suppenpilz verwendbar, vor allem im Herbst wegen seiner Häufigkeit sehr ergiebig, aber nicht immer bekömmlich (nach: Michael, Hennig, Kreisel: Handbuch für Pilzfreunde Bd.I).

Vorkommen:
August bis November in großen Büscheln in Laubwäldern an Stümpfen und liegenden oder stehenden Stämmen besonders von Rotbuche; häufig.

Verwechslungsmöglichkeit:
Der Wässrige Mürbling sieht dem Stockschwämmchen (Kueneromyces mutabilis) recht ähnlich und wegen seines weißen Stiel wird er darum im Volksmund auch Weißstieliges Stockschwämmchen genannt, er hat jedoch keinen Ring und keine bräunlichen schüppchen am Stiel wie das Stockschwämmchen.

Verwechslungen sind bei oberflächlicher Betrachtung auch mit Schwefelköpfen möglich, die z.T. sehr bitter schmecken, besonders der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), der nicht nur bitter, sondern auch giftig ist.



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