Riesenporling (Meripilus giganteus)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung:
Nichtblätterpilze (Aphyllophorales)
Familie: Porlinge (Polyporaceae)
Gattung:
Riesenporlinge (Meripilus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00098
kein Speisepilz, nur sehr jung essbar

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Riesenporling

Kurzbeschreibung:
sich dachziegelartig überlappende , vielhütige, fächerförmige, zimtbraune Fruchtkörper von beachtlicher Größe.

Fruchtkörper:
anfangs gelbbräunlich oder zimtfuchsig, allmählich dunkelbraun, +/- deutlich gezont , Rand heller, wellig und eingeschnitten; flach, breit fächer- oder halbkreisförmig, sich dachziegelartig überdeckend, Einzelhüte 10 – 30cm breit; samtig bereift; mit stielartiger Anwachsstelle, viele Einzelhüte können einen Sammelfruchtkörper von beachtlicher Größe bilden – bis 1,40m breit und 50 – 70kg schwer (vereinzelt auch noch darüber).

Riesenporling nah

Röhren:
bis 10mm lang, am Hut angewachsen, weiß bis blassgelb.

Poren:
3 – 4 pro mm; rundlich, fein, anfangs blassgelb, später braun und bei Berührung schwärzend.

Stiel:
strunkartig, dick knollig; verästelt, im Boden oft wurzelartig bis zu einer Baumwurzel verlaufend.

Fleisch:
anfangs weißlich oder schwach rosa, allmählich schwärzlich werdend, faserig, zäh oder fast lederig; Geruch jung pilzartig, alt unangenehm, Geschmack säuerlich.

Sporenstaub:
weiß.

Wert:
nur sehr jung essbar, später hart, zäh und ungenießbar.

Vorkommen:
Juli – Oktober an Stümpfen oder am Grunde lebender Rotbuchen und Roßkastanien, seltener an anderen Laubbäumen wie Pappel, Linde, Ulme, Weide, ebenso selten an Koniferen, vor allem in West- und Mitteleuropa verbreitet, seltener in Polen oder Nordamerika. Alte schwärzliche Exemplare können bis in den Winter überdauern.

Der Pilz lebt saprophytisch, befällt aber auch geschwächte Bäume als Parasit und erzeugt dann eine intensive Weißfäule.

Verwechslungsmöglichkeit:
Sehr ähnlich ist der Bergporling, der an Tannen im Gebirge wächst und dessen Röhren weiter sind.



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Riesenporling

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