Muschelseitling

Gelbstieliger Muschelseitling (Panellus serotinus)
syn.
Gelbstieliger Zwergknäueling (Sarcomyxa serotina)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Ritterlingsartige (Tricholomataceae)
Gattung: Zwergknäueling (Panellus)
syn. Muschelseitlinge (Sacromyxa)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00083
Essbar
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Kurzbeschreibung:
Ein dem Austernseitling recht ähnlicher Pilz des (Spät-) Herbstes an Laubholz mit deutlich exzentrischem Stiel, muschel- bis nierenförmigem Hut und insgesamt gelblichen Tönen an Hut, Stiel und Lamellen.

Hut:
muschel- nieren- oder auch löffelförmig; 3-10cm breit; derbfleischig; farblich recht variabel: gelbgrün, olivgrün, olivbräunlich, gelbbräunlich, grauviolettlich; Oberfläche trocken stumpf und feinfilzig, bei Nässe schleimig-schmierig; deutlich seitlich gestielt; Rand anfangs eingerollt.

Blätter:
leicht am Stiel herablaufend oder gerade angewachsen, gedrängt; gelblich bis blassocker, später auch bräunlich; Schneide mitunter violettlich gefärbt.

Stiel:
kurz und dick, 0,5-3cm lang, 1-2cm breit; deutlich randständig, farblich recht deutlich vom Hut abgesetzt - goldgelb bis schwefelgelb, mit feinen bräunlichen Schuppen.

Fleisch:
um den Stiel herum dick, schwammig, zum Rand hin dünner; blass; mit gelatinöser Schicht im Hutinneren, ohne Geruch oder schwach pilzartig, Geschmack mild oder leicht bitter, aber auch völlig geschmacklos.

Sporenpulver:
weiß

Wert:
essbar, aber kein Speisepilz, mitunter auch als ungenießbar bewertet.

Vorkommen:
September bis Dezember an Stümpfen und Stämmen von lebenden und abgestorbenen Laubbäumen wie Eiche, Buche, Birke, Erle, aber auch an Obstbäumen dachziegelartig wachsend, selten an Nadelholz; relativ häufig.

Austernseitling (Pleurotus ostreatus)
Gelbstieliger Muschelseitling (Panellus serotinus)

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit dem Austernseitling (Pleurotus ostreatus), der jedoch weder am Stiel, noch am Hut oder an den Lamellen gelblich gefärbt ist und der keine gelatinöse Huthaut hat.

Hinweis:
Die verschiedenen aktuellen Pilzbücher zeigen den Pilz farblich sehr unterschiedlich – von fast orange (auch auf der Hutoberseite!) bis olivbräunlich. Alle diese Farbvarianten kommen in der Natur vor.



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