violetter Rötelritterling

Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Ritterlingsartige (Tricholomataceae)
Gattung:
Rötelritterlinge, Röteltrichterlinge (Lepista)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00081
roh giftig, erhitzt guter Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
auffallender Blätterpilz vor allem des Herbstes , der jung in allen Teilen violett gefärbt ist und dessen Hutoberseite im Alter bräunlich verfärbt.

Hut:
dickfleischig; 5-15cm breit; anfangs halbkugelig und schön violett oder bräunlich-lila, später flach ausgebreitet und wellig verbogen; allmählich bräunlich verfärbend; kahl, glatt, oft sehr wässrig, Rand lange eingerollt und anfangs oft fein weißzottig gesäumt, später nackt und scharf.

Blätter:
am Stiel ausgebuchtet angewachsen; fast gedrängt; vom Hut leicht ablösbar; mit kürzeren Blättern untermischt, violett, später lilabräunlich.

Stiel:
bis 12cm lang und 3cm dick; faserig oder gerillt; ausgestopft; an der Stielbasis mit hellviolettem oder lilabräunlichem Mycel – Filz; anfangs schön violett, an der Spitze flockig aufgerauht.

Fleisch:
weich, zart; zuerst ganz, später nur noch in der oberen Stielrinde violett; im Inneren blasser und wässrig; Geruch angenehm würzig, aromatisch, Geschmack mild.

Sporenstaub:
fleischrötlich.

Wert:
wohlschmeckend, sehr gut geeignet zum Einlegen in Essig, soll den Blutdruck senken.
ROH GIFTIG! Auch erhitzt kann es evtl. zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen.
Die Gifte sind unbekannt, evtl. sind Hämolysine (Gifte, welche die roten Blutkörperchen auflösen) beteiligt.
Es kann zu Störungen im Magen-Darm-Trakt kommen:
Nach einigen Minuten bis zu 24 Stunden kommt es zu Übelkeit, Völlegefühl, Brechreiz und Durchfall. Auch ohne Therapie ist nach 2-3 Tagen Beschwerdefreiheit möglich.
(Nach: Rozh/Frank/Kormann: Giftpilze-Pilzgifte; Nikol Verlagsgesellschaft Hamburg)

Vorkommen:
(April) Juli – November (in milden Wintern auch bis Januar) im Laub- und Nadelwald, auf Wiesen und in Gärten, bildet öfter Hexenringe; besonders häufig im feuchten Spätherbst, dann mitunter Massenpilz. Der Pilz ist ein Streuzersetzer, der einen hellbräunlichen „Weißfäulehumus“ erzeugt.

Überall häufig vom Flachland bis ins Hochgebirge.



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Rötelritterling

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