Sparriger Schüppling (Pholiota squarrosa)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Schuppenpilzartige (Strophariaceae)
Gattung: Schüpplinge (Pholiota)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00080
minderwertig, kein Speisepilz

► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
büschelig wachsender Pilz an Laubholz mit gelb- bis rostbraunem, schuppig – sparrigem, trockenem Hut und Stiel und wachsgelben Blättern.

Hut:
4 – 8 (12)cm breit; anfangs halbkugelig bis glockig, dann allmählich gewölbt-abgeflacht
oder flachglockig, schließlich ausgebreitet; strohgelb, blassocker bis rotgelb; auch bei feuchtem Wetter trocken; Oberfläche dicht mit sparrig abstehenden rostbraunen Schuppen bedeckt; derbfleischig; Rand lange eingebogen und dicht fransig behangen.

Blätter:
breit angewachsen, z.T. herablaufend; blass olivgelblich bis bräunlich gelb, später rostbräunlich; schmal.

Stiel:
7 – 15cm lang, 1 – 1,5cm stark; voll, zäh, hutfarben; oberhalb des sparrig-schuppig ausgefransten Ringes weißlich bis blassgelblich und glatt, unterhalb des Ringes ebenfalls bräunlich sparrig-schuppig; gleichmäßig stark, zur Basis hin verjüngt.

Fleisch:
hart, blassgelb, am Stielrand und unten dunkler, Geruch unterschiedlich stark, würzig, aber auch dumpf oder rettichartig, Geschmack ebenfalls rettichartig und bitter.

Sporenstaub:
rostbräunlich.

Wert:
kein Speisepilz, aber nach E. Gerhardt (BLV Handbuch Pilze) und Michael/Hennig/ Kreisel (Handbuch f. Pilzfreunde) ist der Pilz essbar, aber minderwertig und sollte unbedingt vorher abgebrüht oder abgekocht werden.
Roth/Frank/Kormann (Giftpilze – Pilzgifte) kennzeichnen ihn als giftig mit gastrointestinalen Wirkstoffen (Magen und Dünndarm reizend).

Vorkommen:
September bis November meist büschelig am Grunde lebender Bäume, Wurzeln und Stümpfen von Laub- und Nadelholz, besonders an Fichte, Rotbuche, Birke, Eiche, Kirsch- und Apfelbaum, Pappel, Erle u.a.. Die Sporen gelangen über Wundlöcher in den Baum und verursachen und schädigen den Baum oft durch die Weißfäule.

Verwechslungsmöglichkeiten:
E. Gerhardt bezeichnet den Sparrigen Schüppling als „klassischen Doppelgänger des Hallimasch (Armillaria mellea)“. Der Hallimasch hat jedoch wesentlich kleinere und feinere Schüppchen und sein Sporenpulver ist farblos.

Verwechslungen mit dem Goldfellschüppling (Pholiota aurivella) sind ebenfalls möglich. Dessen Hut ist jedoch schmierig-schleimig, seine Schuppen sind kleiner, wesentlich weniger zahlreich und sein Geschmack ist milder.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Sparriger Schüppling

Natur-Lexikon.com