Pappelschüppling

Pappel-Schüppling (Pholiota populnea)
syn. Pholiota destruens

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales
Familie: Schuppenpilzartige (Strophariaceae)
Gattung: Schüpplinge (Pholiota)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 0079
ungenießbar

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Kurzbeschreibung:
großer und kräftiger Blätterpilz an Pappeln, der Hut ist mit hellbräunlichen Schuppen bedeckt, der Hutrand ist eingerollt und der Stiel kurz , dick und ebenfalls mit Schuppen besetzt.

Hut:
5-15cm breit; derbfleischig; anfangs halbkugelig, dann polsterförmig gewölbt, später breit ausladend und mit stumpfem Buckel; blass bis holzbräunlich; etwas klebrig und schwach glänzend; mit großen, recht derben, oberflächlichen, meist konzentrisch und dachziegelartig angeordneten, wolligen, erst blassen, dann bräunlichen Schuppen bedeckt; zum lange eingerollten Rand hin mehr faserig-schuppig und am Rande fransig behangen, Oberhaut fast bis zur Hälfte abziehbar.

Pappel-Schüppling

Blätter:
ausgebuchtet angewachsen; strichförmig am Stiel herablaufend, leicht entfernt stehend; erst blass bis blass-bräunlich, schließlich dunkel rostbräunlich; Schneiden hell und gekerbt.

Stiel:
bis 8 (-13)cm lang, bis 3cm stark; blass oder weißlich hellbraun, alt im unteren Teil meist schmutzigbraun; mit sparrigen, nach oben zeigenden, wolligen, unregelmäßigen Schuppen besetzt; unter dem Hut mit flüchtigem Ring; aufwärts verjüngt und kurz unter dem Hut glatt und ohne Schuppen; Basis knollig verdickt; oft gekrümmt; derb, voll, mitunter hohl.

Fleisch:
zäh, elastisch; blass, später von unten bräunlich verfärbend; in Stielbasis zimtbräunlich, Geschmack anfangs angenehm, dann jedoch sehr bitter und unangenehm stechend; Geruch unbedeutend, in der Stielbasis deutlich nach Kohlrabi.

Sporenpulver:
dunkelrostbraun

Wert:
ungenießbar

Vorkommen:
September bis November (lt. Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde, auch schon ab August, mitunter sogar schon ab April!) besonders an Stirnflächen relativ frisch gefällter und zersägter Stämme, aber auch an noch stehenden Stämmen, bisweilen einige Meter über dem Erdboden; an Stümpfen und Wurzeln usw. von Pappeln, einzeln oder büschelig; zerstreut im Flach- und Hügelland, im Mittel- und Hochgebirge fehlend.

Der Pilz ist Erreger der Weißfäule und bringt den befallenen Baum meist zum Absterben.

Pappelschüppling am Baum

Verwechslungsmöglichkeit:
Vor allem mit dem Goldfell-Schüppling (Pholiota aurivella), der jedoch deutlich kräftiger gelbbräunlich gefärbt, dessen Hut schmieriger und Geschmack milder ist und dessen Schuppen auf dem Hut wie angeklebt aussehen.



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Pappel-Schüppling

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