Butterpilz

Butterpilz (Suillus luteus) syn. Butter – Röhrling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Aussensporer (Hymenomycetidae)
Ordnung: Röhrlinge (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Schmierröhrlinge (Suillus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00075
Essbar

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Kurzbeschreibung:
Mittelgroßer Pilz mit gelben Röhren, bräunlich gemasertem und meist schmierigem Hut, gelbbräunlichem Stiel und häutigem hell-violettlichem Ring.

Hut:
5 – 12cm breit; zuerst halbkugelig, später polsterförmig; braungelb bis braun; oft gefleckt, geflammt oder radial gefasert; feucht mit schmierig-schleimiger Hülle, die vor allem den noch jungen Pilzhut völlig umschließt; trocken matt, glänzend; dick und weichfleischig, Hutoberhaut leicht abziehbar; Hutrand anfangs mit Stiel durch häutigen Schleier verbunden, der als Ring am Stiel bleibt.

Butterpilz Unterseite

Röhren:
bis 12mm lang; angewachsen oder schwach herablaufend; anfangs hell – bis buttergelb, später bis schmutzigolivgelb; Poren klein und eckig, wie die Röhren gefärbt.

Stiel:
3 – 6(10)cm lang, 1 – 2cm dick; zylindrisch oder leicht verdickt; mit großem weiß-violettlichem, häutigem Ring, der mit blassbräunlichen Drüsenpunkten versehen ist; über dem Ring gelblich, unter dem Ring nach unten zunehmend bräunlich.

Fleisch:
weiß bis gelblichweis, zart, weich, saftig, Geruch obstartig, Geschmack angenehm säuerlich.

Sporenpulver:
olivockerbraun.

Wert:
sehr gut und wohlschmeckend; der zarte und weichfleischige Pilz ist besonders geeignet zum Braten.

Tip:
Beim Sammeln des Butterpilzes (wie auch des Goldröhrlings oder des Körnchenröhrlings – also der besonders zart- und weichfleischigen Röhrlinge) sollte man den Pilz schon am Fundort möglichst gut säubern und die Hutoberhaut abziehen, zumindest mit einem feuchten Tuch (in Plastiktüte mitnehmen!) den Schleim abwischen, weil in ungeputztem Zustand am Schleim viel Schmutz hängen bleibt und der Putzaufwand und der Abfall bedeutend größer wird. Ebenso sollte man die Pilze auf Madenbefall untersuchen – Butterpilze sind leider oft madig. Die Sammelbehältnisse sollten offen sein – z.B. Körbe, weil sich die zarten und feuchten Pilze in Plastiktüten wegen der mangelnden Luftzirkulation erwärmen und sich somit schneller zersetzen.

Hinweis:
In den letzten Jahren wird immer wieder von Unverträglichkeitsreaktionen (allergischen Reaktionen) ähnlich wie beim Kahlen Krempling berichtet. In neueren Pilzbüchern (Hans E. Laux – Der neue Kosmos PilzAtlas; E. Gerhardt – BLV Handbuch Pilze) findet man entsprechende Hinweise. Nach E. Gerhardt sind jedoch nicht alle, die Butterpilze essen, betroffen . Es wird übereinstimmend empfohlen, bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen von weiteren Butterpilzmahlzeiten abzusehen.

Vorkommen:
Juli – November (nach Michael, Hennig, Kreisel – Handbuch für Pilzfreunde Bd. I – in südlichen Ländern auch im Frühjahr) im Nadelwald unter Kiefern, im Hochgebirge unter Krummholz; auf Sand- und Kalkböden, nicht in Mooren; vom Flachland bis in die alpine Höhenstufe, gebietsweise häufig.

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit Goldröhrlingen oder Körnchenröhrlingen – beide sind essbar und wohlschmeckend.



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