Steinpilz

Steinpilz / Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
syn. Herrenpilz

Klasse Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung Boletales
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Dickröhrlinge (Boletus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
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Dokument: FM 00074
ausgezeichneter Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
großer, festfleischiger Pilz mit hell- bis dunkelbraunem Hut; gelblich grünen Röhren und hellbräunlichem, kräftigem, genetztem Stiel.

Hut:
hellbraun, haselnuss- bis dunkelbraun; feinrunzelig, aber auch glatt und feinfilzig; matt; feucht und im Alter schmierig; anfangs halbkugelig, später polsterförmig bis flach gewölbt; bis 20cm breit, mitunter auch breiter; Oberhaut nur wenig abziehbar.

Steinpilz gefällt

Röhren:
1 – 3(4)cm lang; am Stiel ausgebuchtet und deutlich verkürzt; anfangs weißlich, dann zunehmend grüngelblich, schließlich olivgrünlich; leicht vom Hutfleisch ablösbar; Röhrenmündungen eng, klein, rundlich.

Steinpilz einzeln

Stiel:
Bis 20cm hoch und 6cm dick, grauweißlich bis graubräunlich; erst bauchig, dickknollig, dann keulenförmig; zumindest in der oberen Hälfte mit weißem oder hellbräunlichem, erhabenem Adernetz, zur Basis hin weißlich und mit immer weniger erhabenem Netz, welches mit zunehmendem Alter immer undeutlicher wird.

Steinpilz von oben

Fleisch:
anfangs weiß und fest; allmählich weicher und schwammiger werdend; unter der Hutoberhaut rötlichbraun; Geruch angenehm, Geschmack mild und nussartig.

Sporenstaub:
dunkelolivgrün.

Steinpilz von unten

Wert:
Sehr guter und geschätzter Speisepilz mit ausgezeichnetem Geschmack; ohne Einschränkung vielseitig verwendbar (Schmoren, Braten, Trocknen, jung Einlegen in Essig)

Vorkommen:
Juli – Oktober im Nadelwald unter Fichten und Kiefern, aber auch im Laubwald (nach Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde, gibt es im Norden der ehemaligen DDR eine häufige Laubwaldform mit gelb- bis haselnussbraunem Hut mit hellerer Randzone; schlank keulenförmigem bis zylindrischem Stiel mit sehr feinem und nur 1/4 bis 1/3 der Stiellänge hinabreichendem Netz; die Poren sind gelblich weiß, dann lange zitronengelb, schließlich olivgrün), einzeln oder in Gruppen; häufig im Gebirge, zerstreuter im Flach- und Hügelland.

Verwechslungsmöglichkeit:
- Mit anderen essbaren Steinpilzarten.
- Mit dem sehr bitteren Gallenröhrling (Tylopilus felleus), der im jungen Zustand dem Steinpilz sehr ähnlich sieht, dessen Röhren jedoch schon bald leicht rosa oder hellweinrötlich werden, bei Druck bräunlich verfärben und dessen Stiel auf hellerem gelblichen Grund von einem dunkleren, bräunlichen, deutlich erhabenen und fühlbaren Netz überzogen ist – wesentlich deutlicher als beim Steinpilz. Im Zweifelsfall kosten!

Interessantes:
Der Fichtensteinpilz hat mehrere enge Verwandte, die nicht immer leicht zu unterscheiden sind. Eine Verwechslung ist ungefährlich. Einige Mykologen arbeiten an einer weiteren Differenzierung der Steinpilze, andere Mykologen bezweifeln die Notwendigkeit einer solchen Differenzierung.

Alle Steinpilze sind Mykorrhizapartner bestimmter Bäume, nach denen sie benannt sind: Fichtensteinpilz; Kiefernsteinpilz; Eichensteinpilz usw.



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