Maronenröhrling

Maronenröhrling (Xerocomus badius)
syn. Braunkappe

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Röhrlinge (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Filzröhrlinge (Xerocomus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00073
Speisepilz, roh giftig

► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
Im Vergleich zum Steinpilz kleinerer Pilz mit kastanien- bis dunkelbraunerm Hut, grüngelblichen, bei Druck grünblau anlaufenden Röhren, bräunlich längs gefasertem Stiel und bläulich anlaufendem Fleisch.

Marone

Hut:
3 – 12 (18)cm breit, anfangs halbkugelig, später polsterförmig verflacht; kastanien-, schokoladen- oder dunkelbraun, später heller werdend, jung feinfilzig samtig, besonders an trockenen Standorten, später oder nach Regen kahl und glatt mit matter Oberfläche; feucht schmierig – klebrig; derbfleischig; an trockenen Standorten oder im Nadelwald auf Nadelstreu (bes. unter Fichten) fester und dunkler, eventuell auch etwas kleiner als z.B. im Kiefernwald im Gras zwischen Blaubeersträuchern.

Röhren:
jung gelbweißlich, allmählich gelbgrünlich, schließlich fast olivgrünlich; an Druckstellen blaugrün verfärbend; 1 – 2cm lang; am Stiel ausgebuchtet; Mündungen jung fein, später mittelbreit, eckig; leicht vom Hut ablösbar, bes. bei älteren Exemplaren.

Stiel:
bis 10cm lang und 4cm breit; gelblichbraun, auf hellerem Grund bräunlich längs gefasert; kein Netz (wie beim Steinpilz); anfangs leicht bauchig, dann zylindrisch, oft verbogen, kahl, glatt.

Maronenpilz

Fleisch:
weiß bis gelblichweiß; bei Druck oder im Schnitt leicht oder stärker (mitunter auch gar nicht) bläulich anlaufend, später wieder verblassend; fest, dick, im Alter weich und schwammig; zart, saftig; Geruch erfrischend pilzartig, Geschmack angenehm, mild, nussartig.

Sporenstaub:
olivbräunlich.

Wert:
guter und geschätzter Speisepilz, dem Steinpilz ebenbürtig, in fast jeder Form zubereitbar.
Roh jedoch giftig!

Die giftigen Wirkstoffe sind bis jetzt unbekannt. Roh genossen führt der Pilz zu Störungen im Magen – Darm – Trakt. Die Verdauungsstörungen treten nicht regelmäßig auf und sind vermutlich abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und dem wechselnden Gehalt an Reizstoffen.

Symptome:
Nach wenigen Minuten bis 24 Stunden treten Übelkeit, Völlegefühl, Brechreiz und Durchfall auf. Nach 2 – 3 Tagen ist auch ohne Therapie Genesung möglich.

(nach; Roth/Frank/Kormann: Giftpilze – Pilzgifte, Nikol Verlagsgesellschaft Hamburg)

Vorkommen:
Juni – November im Nadel- und Laubwald, besonders unter Fichten und Kiefern, aber auch unter Rotbuchen, Eichen usw., oft in großen Mengen; vorwiegend auf sauren Böden (Sandböden, Lehm); vom Flachland bis ins Hochgebirge, verbreitet und häufig.

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit dem Steinpilz (Boletus edulis), dessen Stiel jedoch deutlich netzartig überzogen ist und der auch kaum bei Druck oder im Schnitt bläulich anläuft wie die Marone.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Maronenröhrling

Natur-Lexikon.com