Fuchsiger Streifling

Fuchsiger Streifling (Amanita fulva)
syn. Fuchsiger Scheidenstreifling, Rotbrauner Streifling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Wulstlinge (Amanitaceae)
Gattung: Wulstlinge, Streiflinge (Amanita)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
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Dokument: FM 00068
Essbar, roh giftig
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Kurzbeschreibung:
Blätterpilz mit glänzendem, rotbraunem Hut, deutlich gerieftem Hutrand,
schlankem ringlosem Stiel und einer nicht knolligen Stielbasis mit einer häutigen Scheide.

Hut:
3 – 11cm breit; anfangs kegelig-glockig, dann flach ausgebreitet und oft mit stumpfem Buckel; orangefuchsig bis (dunkel-)rotbraun; zuerst glänzend und klebrig, später matt glänzend, glatt, kahl; selten mit Velumresten; Rand häufig heller und deutlich gerieft.

Blätter:
angeheftet, gedrängt, weiß, schmal, schwach bauchig.

Stiel:
bis 19cm lang, 18mm dick; schlank, zylindrisch, nach oben verjüngt, hohl, keine Manschette (Ring); hellfuchsig, trocken, nicht oder nur undeutlich genattert, feinfaserig geschuppt; Basis nicht knollig, aber mit häutiger, am Stiel weit heraufreichender weißlicher, rotbraun- oder weinrotfleckiger Volva.

Fleisch:
zart, dünn, zerbrechlich, weiß, Geruch und Geschmack unauffällig.

Sporenpulver:
weiß

Wert:
Der Pilz ist essbar, roh jedoch giftig, er ruft roh genossen je nach Empfindlichkeit durch Reizsubstanzen Verdauungsstörungen hervor; das weiterhin enthaltene Hämolysin (rote Blutkörperchen auflösende Substanz) wird durch Kochen zerstört oder im Magen-Darm-Trakt inaktiviert.
(nach: Roth/Frank/Kormann: Giftpilze – Pilzgifte , Nikol Verlagsgesellschaft)

Vorkommen:
Juni – Oktober in Laubwäldern und auf Zwischenmooren, vor allem auf saurem Boden, im Gebirge auch im reinen Nadelwald, im Flachland besonders unter Birken, häufig.

Verwechlungsmöglichkeit:
Bei Beachtung der wesentlichen Merkmale (bräunlich-fuchsiger Hut,; geriefter Hutrand; hohler, ringloser Stiel, häutige und hochreichende Scheide sowie nichtknollige Stielbasis) sind Verwechslungen kaum möglich.



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