Breitblättiger Rübling

Breitblättriger Rübling (Megacollybia platyphylla)
syn. Breitblattrübling (Oudemansiella platyphylla, Tricholomopsis platyphylla, Collybia grammocephala)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Ritterlingsartige (Tricholomataceae)
Gattung: Breitblattrüblinge (Megacollybia)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00066
ungenießbar
► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
großer Pilz mit graubräunlichem, oft eingerissenem Hut und sehr breiten, grob gekerbten Blättern vor allem an morschem Laubholz.

Hut:
anfangs halbkugelig oder glockig gewölbt, später ausgebreitet und oft flach gebuckelt, 5-15 (18)cm breit; graubraun, hellolivbräunlich, auch schmutzig weißlich; Oberfläche glatt, stumpf, feucht; dünnfleischig, zerbrechlich; bei Trockenheit oft strahlig vom Rand her eingerissen.

Blätter:
blassgelblichweiß, cremefarben bis ockerlich; grob gekerbt; sehr breit (1 – 2cm), bauchig, entfernt stehend, zur Schneide hin allmählich dünner.

Stiel:
5 –15cm lang, 1 – 2cm breit, anfangs schmutzig weiß, später blassgrau; walzenförmig, gerieft oder faserig gestreift; mitunter oben leicht flockig bereift; zäh, zuerst voll, dann hohl; Basis oft mit dicken (bis 1,5mm), weißen verästelten Myzelsträngen besetzt.

Fleisch:
weiß, dünn, Geruch muffig – dumpf, Geschmack mild.

Sporenstaub:
weiß.

Wert:
roh und gekocht giftig; der Pilz enthält gastrointestinale (Magen und Dünndarm reizende) Wirkstoffe, die zu Störungen im Magen – Darmtrakt und zu Erbrechen und heftigen wässrigen Durchfällen führen können. Vergiftungen aus jüngster Zeit sind aus Amerika bekannt, 1981 gab es in der DDR einen (bekanntgewordenen) Vergiftungsfall.
(nach Roth/Frank/Kormann: Giftpilze – Pilzgifte)

Breitblätriger Rübling

Vorkommen:
Mai – Oktober, vor allem im Sommer, in schattigen und feuchten Laubwäldern an stark vermodertem Holz von Buche, Birke, Eiche, Erle, seltener an Nadelholz, einzeln oder in wenigen Exemplaren, aber häufig; vom Flachland bis in die Höhenlagen der Mittelgebirge.

Verwechslungsmöglichkeit:
Wegen der gekerbten Blätter, dem dünnen, zerbrechlichen Fleisch, dem oft tief eingerissen Hut und dem relativ feuchten Standort kaum.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Breitblättriger Rübling

Natur-Lexikon.com