Anischampignon

Anischampignon (Agaricus arvensis)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Champignonartige (Agaricaceae)
Gattung: Egerlinge (Agaricus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00052
essbar, Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
mittelgroßer weißer Blätterpilz mit gelbfleckendem Hut, deutlichem Ring, blassgrauen bis schokoladenfarbenen Blättern und anisartigem Geruch.

Hut:
anfangs weiß und kugelig, später gelblich getönt und flacher gewölbt, schließlich flach ausgebreitet und evtl. mit leichten Buckel, Oberfläche seidig matt, leicht flockig, nach Druck oder Reiben deutlich gelb anlaufend, 8 – 20cm breit.

Blätter:
auch in jungem Zustand nicht ganz weiß, immer leicht blassgrau, rosagrau, später
schutzigrosa, schließlich schokoladen- oder schwarzbraun, schmal, frei und dichtstehend.

Stiel:
weiß, evtl. mit gelblichen Flecken, glatt, schlank, zuerst voll, dann schmal hohl, nach Druck oder Reiben ebenfalls gelb anlaufend, am Grunde +/- knollig verdickt, mit kräftigem, häutigem, zweischichtigem, an der Unterseite strahlenförmig gespaltenem, fleischig schuppigem Ring, 5 – 15cm hoch, 2 – 3cm dick.

Anischampignon

Fleisch:
weiß, dick, fest, vor allem im Hut kompakt, unter der Hutoberhaut mitunter hellgelb, Geruch angenehm nach Anis (+/- stark), Geschmack nussartig – pilzig.

Sporenpulver:
dunkel purpurbraun.

Wert:
ausgezeichneter Speisepilz

Vorkommen:
(Mai) Juni – September (Oktober), in Laub- und Nadelwäldern, Parkanlagen, auf Wiesen und Weiden, auf humusreichen Böden (Sand, Kalk, Basalt, Mergel, ... ), mitunter in Hexenringen, häufig, vom Flachland bis in die höheren Lagen der Mittelgebirge, in der Schweiz mitunter bis fast 2000m.

Anischampignin 02

Verwechslungsmöglichkeiten:
- mit dem Dünnfleischigen Anischampignon (Agaricus silvicola), der ebenfalls essbar ist, ähnlich aussieht, aber vom Habitus her zarter, dünner und schmächtiger ist.

- mit dem Giftegerling/Karbolegerling (Agaricus xanthodermus), der ebenfalls gelb anläuft, dessen wesentliche Merkmale jedoch eine im Schnitt schnell und kräftig anlaufende Stielbasis und der unangenehme Geruch nach Tinte oder Karbol sind. Der Pilz ist giftig. (s. Monografie “Giftegerling“!)

- mit jungen Fruchtkörpern von Knollenblätterpilzen, die jedoch immer weiße Lamellen und eine deutliche Knolle mit warzenbesetzten Ringen oder einer tütenförmigen Tasche haben und die bei Druck oder Reiben nicht gelb anlaufen.



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Anischampignon

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