Parasolpilz

Riesenschirmpilz
syn. Parasolpilz (Macrolepiota procera)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Champignonartige (Agaricaceae)
Gattung: Riesenschirmpilze (Macrolepiota)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00049
Essbar

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Kurzbeschreibung:
großer, stattlicher Blätterpilz mit großen bräunlichen Schuppen und einem gleichfarbigen Buckel auf dem Hut, bräunlich genattertem, langem Stiel und einer derben verschiebbaren Manschette.

Hut:
10 – 30cm breit, jung eiförmig oder wie ein Paukenschlegel geformt (man nennt den jungen Pilz darum auch oft „Paukenschlegel“), später wie ein aufgespannter Regenschirm mit kleinem braunen Buckel und schließlich ganz flach, beim Aufschirmen reißt die Hutoberhaut in sparrige Schüppchen auf.

Riesenschirmpilz

Stiel:
schlank, bis 40cm lang, 2cm oder auch noch breiter, zäh, hohl und zunehmend härter werdend, aus dem Hutfleisch leicht auszulösen, nach unten dicker werdend und in einer Knolle endend, farblich dem Hut ähnlich, beim Strecken reißt die Stielhaut auf und es entsteht ein genattertes Muster; dort, wo Hut und Stiel beim jungen Pilz verbunden waren, sitzt ein dicker, ausgerissener, derber Ring, der sich auf dem Stiel verschieben lässt.

Fleisch:
weich, zart, leicht schwammig, unveränderlich, anfangs saftig, im Hut weich, im Stiel holzig, zäh und faserig brechend, Geruch angenehm, Geschmack nussartig.

Sporenpulver:
weißlich

Wert:
Die Hüte junger Pilze (vom Paukenschlegel oder halb geöffnet) sind sehr wohlschmeckend, wenn man sie paniert (oder auch unpaniert) wie Schnitzel brät (ungewaschen, nur mit feuchtem Lappen gesäubert und in große Stücke geteilt). Die Stiele sind nicht zum Verzehr geeignet, weil sie zu zäh und holzig sind, ebenso wenig sind alte Hüte zu empfehlen.

Vorsicht:
roh genossen ist der Riesenschirmpilz giftig und verursacht Störungen im Margen - Darm - Trakt. Manche Menschen können bei angeborener Prädisposition allergisch auf das Pilzeiweiß reagieren.

Parasolpilz Kopf

Vorkommen:
Juli – Oktober einzeln oder gesellig, auf Wiesen, im lichten Laub- und Nadelwald, an Wald-, Weg- und Straßenrändern, auf Lehm-, Kalk- und Sandböden.

Riesenschirmpilz

Verwechslungsmöglichkeiten:
Vor allem mit dem kleineren Safranschirmpilz (Macrolepiota rachodes), dessen Fleisch aber bei Berührung oder Schnitt safranrötlich anläuft. Er ist ebenfalls essbar.

Eine Reihe kleinerer Schirmpilze ist z.T. recht giftig, doch man kann sie kaum mit dem wesentlich größeren und durch seine schuppigen Hut auffälligen Riesenschirmpilz verwechseln.



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Parasolpilz

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