Pfifferling

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Nichtblätterpilze (Aphyllophorales)
Familie: Stoppelpilze (Cantharellaceae syn. Hydnaceae)
Gattung: Pfifferlinge (Cantharellus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00048
Essbar

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Kurzbeschreibung:
Pilz mit dottergelbem bis blassgelbem Hut und Stiel, deutlich herab laufenden Leisten an der Hutunterseite und pfeffrigem Geschmack.

Hut:
in verschiedenen Gelbtönen (eigelb, blassgelb, evtl. fast weißgelb – besonders im Buchenwald), jung und trocken festfleischig, Hutrand anfangs eingerollt, später wellig – buchtig, zwischen 3 – 5cm (mitunter bis 10cm) breit.

Pfifferling auf Waldboden

Leisten:
wie Hutfarbe, nicht blätterartig, sondern faltenartig, z.T. mehrfach gegabelt, verästelt, adrig – netzig verbunden, weit am Stiel herablaufend.

Stiel:
zylindrisch oder nach unten verjüngt, nach oben allmählich breiter werdend und in den Hut übergehend, voll und fest, hutfarben, 3 – 6cm lang, bis 2cm dick.

Fleisch:
fest, im Stiel faserig, am Rand gelblich, ansonsten eher weißlich, Geruch aromatisch, Geschmack allmählich pfeffrig und scharf.

Pfifferlinge hell

Sporenstaub:
blass ockergelblich

Wert:
gesuchter und geschätzter Speisepilz mit allerdings nur geringem Nährwert, weil er viel unverdauliche Rohsubstanz enthält, enthält nachweislich Vitamin C, der scharfe Geschmack verliert sich beim Erhitzen, auch zum Trocknen gut geeignet.

Vorkommen:
Juni bis November im Laub- und Nadelwald (im Laubwald größer und heller), besonders bei Buchen, Eichen, Birken, Fichten und Kiefer) auf Silikat- und Kalkböden, vor allem auf nähstoffarmem Land, einzeln oder gesellig, vom Flachland bis ins Hochgebirge in ganz Europa, mancherorts häufig, aber an vielen Stellen deutlich im Rückgang.

Verwechslungsmöglichkeiten:
Hinweis:
Manchmal werden von Pilzsammlern selbst Pfifferlinge mit deutlich kleinerem Hut als 1cm regelrecht aus dem Moos gekratzt. Dadurch hat der Pilz aber keine Chance zum Aussporen und somit auch nicht zur Verbreitung.
Darum: Solche kleinen Pfifferlinge unbedingt stehen lassen!

Verwechslungsmöglichkeit:
vor allem mit dem Falschen Pfifferling (auch Orangegelber Gabelblättling – Hygrophoropsis aurantiaca), der zwar auch essbar, aber minderwertig ist und vor allem im Spätherbst in Kiefernwäldern wächst und der z.T. deutlich orangegelber und weicher ist als der Pfifferling.

In klimatisch warmen Gebieten wächst auf Holz der seltene Leuchtende Ölbaumpilz (Omphalotus illudens), welcher giftig ist und bei Dunkelheit leuchtet. Er kann ebenfalls mit dem Pfifferling verwechselt werden.



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Echter Pfifferling

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