Runzelverpel

Runzel-Verpel (Verpa bohemica)
syn. Böhmische Morchel (Ptychverpa bohemica)

Klasse: Schlauchpilze (Ascomycetes)
Ordnung: Pezizales
Familie:
Morchelartige (Morchellaceae)
Gattung:
Verpeln (Verpa)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00045

essbar

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Kurzbeschreibung:
stark runzliger, glockenförmiger, bräunlich-gelber Hut auf einem schlanken, hohen, weißlichen Stiel, Frühlingspilz

Hut:
anfangs gelblich, dann gelb-bräunlich bis braun, glocken- bis walzenförmig, am Scheitel abgerundet und nur an der Stielspitze angewachsen, Hut umgibt den Stiel frei wie ein Röckchen, deutlich runzelig und gefurcht, Runzeln und Furchen z.T. verzweigt oder durch Queradern verbunden, innen weiß, glatt, 2 – 4cm hoch, 2 – 3cm breit.

Stiel:
5 – 14cm lang, 1 – 3cm breit, zuerst weißlich, später gelblich, mit kleiigen Schüppchen oder Körnchen, zylindrisch, anfangs ausgestopft, dann schnell hohl, zerbrechlich.

Fleisch:
wachsartig, brüchig, Geruch angenehm, Geschmack mild.

Sporenstaub:
weißlich,

Wert:
unterschiedliche Angaben: „essbar“ oder „kein Speisepilz“. In den meisten Pilzbüchern wird der Pilz als eßbar bezeichnet, er ist jedoch kein besonders wohlschmeckender Pilz.

Vorsicht:
Verpeln zersetzen sich oft zuerst am Stielende unter dem Hut, so daß man die beginnende Zersetzung schnell übersieht.

Runzel-Verpel

Vorkommen:
April bis Mai saprophytisch in reichen Laubwäldern, besonders über Kalk, aber auch über Basalt oder Geschiebemergel der Jungmoränen, in Flussauen, Gebüschen, einzeln bis gesellig, nicht jedes Jahr fruktifizierend, in Europa verbreitet vom Mittelmeer- bis zum Schwarzmeergebiet und Norwegen, in Westeuropa sowie im Norden der BRD und Polen selten oder fehlend.

Die Runzelverpel wie auch einige andere Verpeln sind deutlich im Rückgang begriffen und wie die Runzelverpel mittlerweile z.T. sehr selten geworden. Man sollte sie unbedingt schonen.

Verwechslungsmöglichkeiten:
Mit der Halbfreien Morchel (Morchella gigas) – diese ist innen aber völlig hohl und der Hut ist mehr oder weniger mit dem Stiel verwachsen oder mit der Fingerhutverpel (Verpa digitaliformis), die jedoch einen dunkleren und fast glatten Hut hat. Auch diese Verpelart ist sehr selten und sollte unbedingt geschützt werden.



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Runzel-Verpel

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