Papageigrüner Saftling

Papageigrüner Saftling (Hygrocybe psittacina)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung:
Blätterpilze (Agaricales)
Familie:
Dickblätterpilze (Hygrophoraceae)
Gattung:
Saftlinge (Hygrocybe)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 0044
ungenießbar, schwach giftig

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Kurzbeschreibung:
kleiner, grüner bis orangefarbener Blätterpilz mit schleimigem Hut und Stiel auf Wiesen und Weiden

Hut:
dünnfleischig, farblich recht variabel – papageigrün, gelblich (besonders am Rand) bis orange, im Alter blassgelb oder weißlich ausblassend, feucht schmierig schleimig und durchscheinend gerieft, trocken seidenmatt und klebrig, zuerst halbkugelig – glockig, dann ausgebreitet mit Buckel in der Mitte, im Alter am Rand oft aufgebogen, 1 – 3 (5)cm breit.

Blätter:
grünlich oder gelblich (vor allem an den Schneiden), mitunter auch leicht rötlich, am Stiel ausgebuchtet angewachsen, dick, bauchig, entfernt stehend.

Stiel:
schlank, 4 – 6cm lang, 2 – 8mm dick, meist glatt, mitunter stellenweise wellig uneben, Spitze grünlichblau, nach unten gelber oder auch orange werdend, schleimig schmierig, zäh, hohl.

Fleisch:
wässrig, grünlich, glasig (daher auch die Bezeichnung „Glasköpfe“ für Saftlinge!), geruchlos, Geschmack mild.

Sporenstaub:
weiß

Wert:
ungenießbar, schwach giftig, kann Verdauungsstörungen verursachen, die Gifte sind unbekannt.

Vorkommen:
Juli – Oktober besonders auf Magerwiesen, Triften, Weiden, Dünen, Wegrändern, grasigen Kiefernwäldern, auf Silikat- und Kalkböden, in ganz Europa verbreitet, gesellig, jedoch durch künstliche Düngung, fehlende Beweidung oder fehlenden Grünlandschnitt deutlich im Rückgang.

Verwechslungsmöglichkeit:
Vor allem im jungen Stadium an seiner grünlichen Hut – und Stielfarbe sowie dem Schleim auf Hut und Stiel recht gut zu erkennen.

Information:
In den letzten Jahren wurden immer mehr Saftlinge als schwach giftig angesehen, ohne daß man über das Gift bis jetzt Genaueres weiß. Da viele Saftlinge aber nur mikroskopisch eindeutig bestimmbar sind, wird grundsätzlich vom Genuß von Saftlingen abgeraten.



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