Birkenpilz

Birkenpilz (Leccinum scabrum)
syn. Birkenröhrling, Kapuziner-Röhrling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Aussensporer (Hymenomycetidae)
Ordnung: Röhrlinge (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Rauhfußröhrlinge (Leccinum)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00040
Essbar

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Kurzbeschreibung:
mittelgroßer bis großer Röhrenpilz mit bräunlichem, feinfilzigem Hut, deutlich schwarzschuppigem Stiel und weißem Fleisch unter Birken.

Hut:
bräunlich in verschiedenen Varianten – gelbbraun, rotbraun oder graubraun, anfangs halbkugelig, dann polsterförmig, 3 – 15cm breit, glatt, kahl, feinfilzig, trocken matt, feucht leicht schmierig, recht dickfleischig, Huthaut kaum abziehbar.

Birkenpilze

Röhren:
anfangs weißlich, dann zunehmend schmutzig-weiß bis grau, 1 – 3cm lang, am Stiel niedergedrückt und durch eine Ringfurche scharf abgegrenzt, , leicht ablösbar, bei Druck bräunlich verfärbend, Mündungen eng, klein und rund.

Stiel:
bis 15cm lang und bis 3cm breit, voll, schlank, nach ober verjüngt, etwas brüchig, im Alter strähnig und holzig zäh, Stielbasis ocker oder rötlich verfärbend, mit deutlichen, faserigen, schwärzlichen oder grauen Schuppen, die im oberen Teil mitunter längsstreifig angeordnet sein können.

Fleisch:
jung fest, später schwammig und bei Regen oft sehr wässrig, erst weiß, dann grauweiß, im Schnitt oder an Bruchstellen nicht verfärbend.


Birkenpilz auf Wiese

Geruch:
angenehm, Geschmack mild.

Sporenstaub:
olivbräunlich

Wert:
gut und schmackhaft, solange jung und fest, ältere Exemplare sind sehr schwammig und oft auch wässrig und darum - wenn überhaupt – nur als Mischpilz genießbar, ältere Stiele sind zäh und holzig und zum Verzehr nicht geeignet.

Junge Pilze lassen sich gut trocknen und schmoren, das Fleisch wird beim Schmoren allerdings grau bis schwärzlich und schleimig.

Vorkommen:
Juni – Oktober unter Birken in Wäldern, Parks usw., besonders auf neutralen Böden, verbreitet und häufig vom Flachland bis zur Waldgrenze.

Verwechslungsmöglichkeiten:
mit einigen verwandten Arten, von denen sich der Birkenpilz jedoch durch das weiße und unveränderliche (nicht verfärbende), relativ feste Fleisch und eine nicht blaugrün, sondern ocker oder rötlich verfärbende Stielbasis unterscheidet.



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