Rotfußröhrling

Rotfußröhrling (Xerocomus chrysenteron)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Boletales
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Filzröhrlinge (Xerocomus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00039

Essbar

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Kurzbeschreibung:
mittelgroßer Röhrling mit bräunlichem, zart-filzigem oder glattem, auch feldrig-rissigem Hut, teilweise deutlich rötlichem Stiel und gelb-grünlichem, bei Druck blauenden Röhren.

Hut:
bräunlich in verschiedenen Varianten – gelbbräunlich, olivbräunlich, mittel- oder dunkelbraun, ockergrau bis fast schwarzbraun, erst halbkugelig, dann gewölbt, matt, samtig, bei Trockenheit auch feldrig aufgerissen, in den Rissen und an Fraßstellen meist rötlich, 3 – 10cm breit.

Rotfussröhrling

Röhren:
1 – 2cm lang, Mündungen recht groß und eckig, am Stiel ausgebuchtet, erst blassgelb, dann grüngelblich, leicht ablösbar, bei Druck grünlich bis bläulich verfärbend.

Stiel:
bis 10cm lang und 2cm breit, fest, voll, meist verbogen, nach unten zugespitzt, gelb bis braungelb, mehr oder weniger stark rötlich gefärbt, besonders im unteren Teil, aber auch am ganzen Stiel oder nur im oberen Teil, mitunter mit faserigem Muster.

Fleisch:
schnell weich werdend, gelblich, blaßgelblich, unter der Oberhaut rötlich, im Schnitt meist leicht blauend, im Alter schwammig.

Geruch:
unbedeutend, angenehm, Geschmack: mild, leicht säuerlich.

Rotfussröhrling allein

Sporenstaub:
olivbraun

Wert:
schmackhaft und gut, solange fest und jung, ältere Exemplare sind schwammig und nur im Mischgericht verwendbar.

Tip:
Der Pilz ist recht zartfleischig und wasserhaltig, darum sollte er beim Sammeln nicht in luftabgeschlossenen Plastiktüten transportiert werden, da er sich dort schnell erwärmt und somit auch schneller zersetzt und verdirbt. Die bei dieser (Eiweiß-)Zersetzung entstehenden Substanzen sind z.T. recht giftig (ähnlich Fischvergiftungen) und können nach Verzehr unangenehme Folgen haben (Durchfall, Brechen usw.) Darum möglichst in offenen und luftigen Behältern transportieren.

Vorkommen:
Juli – November im Nadel- und Laubwald, häufig , verbreitet



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