Kornblumenröhrling

Kornblumenröhrling (Gyroporus cyanescens)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Boletales
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Blasssporröhrlinge (Gyroporus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00038

Essbar, schonenswert

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Kurzbeschreibung:
strohgelber mittelgroßer Röhrenpilz, der an Schnitt- oder Bruchstellen schnell intensiv kornblumenblau anläuft.

Hut:
anfangs strohgelb-ockerlich, später oder bei Trockenheit mitunter auch gelbgrau oder bräunlichgelb, zuerst halbkugelig, dann polsterförmig gewölbt, auch unregelmäßig buckelig, filzig-haarig-faserig, 4 – 10cm breit.

Kornblumenröhrling

Röhren:
anfangs weißlich, dann blassgelb, bis 1cm lang, am Stiel ausgebuchtet angewachsen, eng bis mittelweit.

Poren:
rundlich eng, jung weiß, dann gilbend, auf Druck sofort tiefblau verfärbend.

Stiel:
farblich wie Hut (strohgelblich bis ockerlich), feinflockig filzig, anfangs kurz und bauchig, dann gestreckt, 5-10cm lang, 2-4cm dick, leicht zerdrückbar mit derber, brüchiger Rinde, gekammert und hohl werdend.

Fleisch:
weiß, an Schnitt- und Bruchstellen sofort intensiv blauend (kornblumen- bis himmelblau, mitunter nur grau oder grünlich). Für die blaue Verfärbung ist die Substanz Gyrocyanin verantwortlich. Die Blaufärbung verschwindet später wieder, das Fleisch wird gelblich wie die Außenfarbe. Preßt man den Pilz aus, so ist die Flüssigkeit erst wässrig klar, dann an der Luft jedoch schnell milchig trübe und schließlich blau.
Fleisch anfangs fest und starr, im Stiel oft flockig-schwammig und beim Schneiden zusammenballend.

Kornblumenröhrling - angeschnitten

Geruch und Geschmack:
schwach, leicht dumpf.

Sporenpulver:
blass-gelblich („Blasssporröhrling“!)

Querschnitt Kornblumenröhrling

Wert:
ausgezeichneter Speisepilz, das Fleisch wird beim Schmoren hellgelb. Der Pilz sollte aber als Seltenheit geschont werden.

Vorkommen:
Juli – November im Nadel- und Laubwald, besonders bei Birken, Eichen usw., auf sandigen Böden, z.T. mitten auf dem Weg wachsend, mancherorts häufig, insgesamt jedoch selten und schonenswert.

Verwechslungsmöglichkeiten:
Kaum – wegen der intensiven und sofortigen Blaufärbung und des filzigen und strohgelben Hutes. Hexenröhrlinge (Flockenstieliger H. oder Netzstieliger H.), deren Fleisch beim Schneiden ebenfalls recht schnell und stark grün-bläulich verfärbt, haben deutlich bräunlichere Hüte, auffallend rötliche Röhrenmündungen und auch der Stiel ist rötlicher und auffallender gemustert als beim Kornblumenröhrling.



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Kornblumenröhrling

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