Espenrotkappe

Espenrotkappe (Leccinum rufum) syn. Espen-Rothäubchen

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Röhrlinge (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Rauhfußröhrlinge (Leccinum)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00036
Eßbar, schützenswert

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Kurzbeschreibung:
großer, kräftiger Röhrenpilz mit orange- bis zimtfarbenem filzigem Hut,
weißlichen bis rotbraunen Schuppen auf weißem Stiel, weißem, im Schnitt lila-schwärzlichem Fleisch.

Hut:
kräftig orangerot, ziegelrot, zimtfarben, zuerst fast kugelig, dann breit und flach gewölbt, dickfleischig; 5 – 20cm Durchmesser; Huthaut filzig, trocken nicht glänzend, feucht leicht schmierig, nicht abziehbar, am Hutrand wenige Millimeter überstehend wie ein lappiger Saum (der zuerst beim kugeligen Hut eng am Stiel anliegt, dann aufreißt und herabhängt). Dieser lappige Hutsaum ist Kennzeichen aller Rotkappenarten.

Röhren:
lange Zeit weißlich, dann leicht schmutzig-gelblich, 20 – 35mm lang, Mündungen fein und rundlich, leicht ablösbar, Im Alter schwammig, bei Druck weinrötlich verfärbend.

Stiel:
weiß, anfangs mit weißlichen, später mit bräunlichen oder rostbraunen punktförmigen Schuppen besetzt („Rauhfuß“!), auch längs gestreift, bauchig bis walzenförmig oder zylindrisch, nach ober aber auch teilweise verjüngt, 8-20cm hoch, 1,5 – 6cm dick.

Fleisch:
weiß, jung fest, dick, alt weich, im Schnitt oder bei Bruch grau-lila bis schiefergraublau verfärbend, Geruch und Geschmack unbedeutend, angenehm.

Sporenstaub:
honig- bis olivbraun.

Wert:
geschätzter, schmackhafter und ergiebiger Speisepilz, wird beim Schmoren schwarz, läßt sich gut trocknen, roh jedoch giftig! Das Gift ist unbekannt. Beim Erhitzen (Schmoren, Braten, ...) wird es vollkommen zerstört.

Vorkommen:
Juni – Oktober ausschließlich unter Espen (Pappeln), in Wäldern, unter Gebüschen, auf Kalk- und Silikatböden in Mittel- und Nordeuropa, in den Alpen evtl. bis 1500m ü.M., in den letzten Jahren offensichtlich deutlich zurückgehend und seltener, darum als Seltenheit stehen lassen. Raufußröhrlinge sind in Deutschland geschützt.

Espenrotkappe angefressen

Verwechslungsmöglichkeiten:
mit anderen Rotkappenarten, die alle ebenfalls streng an Begleitbäume gebunden sind – Birkenrotkappe, Eichenrotkappe, Fichtenrotkappe usw. und die ebenfalls eßbar (nicht roh!) und in Deutschland geschützt sind.



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