Goldröhrling

Goldröhrling (Suillus grevillei )
syn. Goldgelber Lärchenröhrling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Aussensporer (Hymenomycetidae)
Ordnung: Röhrlinge (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Schmierröhrlinge (Suillus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00035
Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
goldgelber Röhrling mit schleimigem Hut und beringtem Stiel ausschließlich bei Lärchen

Hut:
halbkugelig bis flach ausgebreitet, hellgelb bis orangebraun, feucht stark schleimig, trocken matt glänzend, Oberhaut leicht abziehbar, Rand bei jungen Pilzen leicht eingebogen, 5-12cm breit.

Röhren:
anfangs gelb und eng, später gelbbräunlich und weit und eckig, am Stiel leicht ausgebuchtet und etwas herablaufend, bis 10mm lang.

Poren:
ebenfalls anfangs gelb, später olivbraun, bei Druck zimtbräunlich verfärbend.

Stiel:
bis 8cm, mitunter auch bis 12cm lang, bis 2cm breit, goldgelb, fest, elastisch, voll, unterhalb des Ringes bräunlich gefasert oder flockig, jung mit Hutrand durch weißlichen, häutigen Schleier verbunden, der am Stiel als weißlich-gelblicher Ring zurückbleibt.

Fleisch:
hellgelb bis zitronengelb, sehr weich und empfindlich, im Schnitt nicht verfärbend, im Stiel bei Schnitt und Bruch jedoch leicht rosa bis bräunlich anlaufend, Geruch angenehm würzig, Geschmack mild.

Sporenpulver:
gelblichbraun

Wert:
guter und wohlschmeckender Speisepilz, sehr zartfleischig. Am besten nur in Butter dünsten und den Pilz mit wenigen Zwiebeln und sparsamen Gebrauch von Salz und Pfeffer würzen, um den Geschmack nicht zu übertönen.

Tip:
Wer Goldröhrlinge sucht und findet, sollte keine Plastiktüten verwenden, sondern offene Körbe usw.. Die Pilze enthalten viel Wasser, sind sehr empfindlich und können sich in der geschlossenen Tüte schneller erwärmen und somit auch schneller zersetzen als an der frischen Luft. Außerdem sollte man die Pilze vor Ort sauber putzen und den Schleim mit einem feuchten Tuch (sicherheitshalber also mitnehmen!) abwischen. Der Zeitaufwand lohnt sich!

Vorkommen:
Juni bis Oktober im Nadelwald, in Parkanlagen usw. stets unter Lärchen, auf saurem oder kalkhaltigem Boden, häufig, z.T. in großer Zahl wachsend, vom Flachland bis ins Hochgebirge.

Ergänzung:
Lärche und Pilz bilden einen Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil – eine Symbiose (Mykorrhiza). Der Pilz (Mykobiont) schließt mit seinem feinen Myzel die feinen Wurzeln des Baumes (Phytobiont) ein und versorgt ihn mit Nährstoffen, vor allem mit Phosphor, er übernimmt dabei die Saugfunktion. Vom Baum erhält er dafür die organischen Nährstoffe, die er für seine heterotrophe Lebensweise benötigt.

Goldröhrling



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