Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales
Familie: Schuppenpilzartige (Strophariaceae)
Gattung: Kuehneromyces (Stockschwämmchen)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de

Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 0077
Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
Büschelig und oft in großer Zahl an Holz wachsender Blätterpilz von honig- bis gelbbräunlicher Farbe, mit hellerer Mitte und dunklerem Rand.

Hut:
im trockenen Zustand honiggelb, ockergelb, feucht dagegen zimtfarben bis gelbbraun, erst gewölbt, dann flach ausgebreitet; in der Mitte oft leicht gebuckelt und deutlich heller, weil der Pilz vom Scheitel her trocknet, dagegen ist der recht breite Randstreifen feuchter und darum dunkler (solch eine durch Feuchtigkeitsschwankungen verursachte unterschiedliche Färbung nennt man hygrophan), Hutrand leicht gerieft und durchscheinend dünn, Hutoberhaut glatt, seltener mit kleinen Schüppchen besetzt, naß glänzend, schlüpfrig, 3-8cm Durchmesser.

Blätter:
erst hellbräunlich, dann allmählich rost- oder dunkelbraun, dünn, gedrängt, am Stiel angewachsen und leicht herablaufend.

Stockschwämmchen

Stiel:
mit kleinem vergänglichem Ring, über dem Ring etwas heller, darunter dunkler, an der Basis fast schwarz, mit kleinen flockigen Schuppen besetzt, walzenförmig, hohl, gleichmäßig dick, 5-8cm hoch, unten oft büschelig verwachsen.

Fleisch:
recht dünn, nur in der Hutmitte etwas voller, gelblich, im Stiel bräunlich,
geruch angenehm würzig – pilzig, Geschmack mild.

Sporenstaub:
rostbraun (oft auf darunter wachsenden Hüten gut zu sehen)

Wert:
sehr guter und geschäzter Speisepilz (nur die Hüte, die Stiele sind zäh und ungeeignet), besonders geeignet für Suppen (mit saurer Sahne!) aber auch zum Trocknen. Getrocknete Stockschwämmchen haben ein sehr intensives Aroma und sollten nur sparsam verwendet werden.

Vorkommen:
Mai – November im Laub- und Nadelwald an Stümpfen und liegenden Stämmen, mitunter auch an Stamm lebender Bäume, besonders an Rotbuche, Birke, Weide, aber auch an Fichte, seltener an Weißbuche, Ulme, Esche usw., häufig (mitunter an einem Stamm zu vielen hunderten) vom Flachland bis in höhere Gebirgslagen.

Verwechslungsmöglichkeiten:

- mit dem stark giftigen Nadelholzhäubling (Galerina marginata), dessen Stiel glatt und der
dem Stockschwämmchen sehr ähnlich ist. Er wächst an Nadelholz vor allem in höheren
Gebirgslagen und schmeckt (im Gegensatz zum Stockschwämmchen) nach Mehl. Der Pilz
enthält das tödliche Gift Amanitin, welches auch im Grünen Knollenblätterpilz enthalten
ist.

- mit dem Weißstieligen Stockschwämmchen (exakter: dem Wässrigen Mürbling) –
Psathyrella piluliformis, auch Psathyrella hydrophila, dessen Stiel glatter, heller, ringlos
und der ebenfalls eßbar ist.

- mit dem Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), der ebenfalls stark giftig
ist, aber auch gallebitter – Vergiftungen sind darum mit diesem Pilz kaum möglich. Der
Pilz ist heller, ringlos, mit schmutzig schwefelgelbgrünen Lamellen, an gleichen
Standorten und zur gleichen Zeit wie das Stockschwämmchen wachsend.



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Stockschwämmchen

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