Hasenbovist

Hasenbovist (Calvatia utriformis)
syn. Getäfelter Großstäubling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Lycoperdales
Familie: Stäublinge (Lycoperdaceae)
Gattung:
Großstäublinge (Calvatia)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00030
Jung eßbar

► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
großer, heller, birnenförmiger, breiter Stäubling mit häufig getäfelter oder höckriger Oberfläche.

Fruchtkörper:
birnenförmig, auch kreisel- oder kegelförmig, zuweilen auch sackartig oder fast kugelförmig, oben meist flach, nach unten faltig zusammengezogen, mit Boden durch dicke Myzelstränge verbunden, 5-15cm breit, 10 – 16cm hoch, äußere Hülle (Exoperidie) anfangs weißgrau bis weiß, dann oliv-ockergarben, zuerst glatt, feinfilzig oder körnig, dann allmählich rissig, feldrig- getäfelt – schuppig oder mit flachen pyramidenförmigen Warzen, , Exeperidie reißt im Reifezustand lappig auf und verschwindet allmählich, die innere Hülle (Endoperidie) zerfällt von ober her, durch Spalten und offene Stellen entweichen die Sporen, schließlich bleibt nur noch der sterile, dauerhafte, braune becher- oder kelchförmige Stiel (Subgleba) übrig, der aber immerhin die Hälfte des ganzen Fruchtkörpers ausmacht und bis zum nächsten Jahr überdauert (Fotos unten).

Hasenbovist offen

Fruchtmasse (Gleba):
anfangs weiß, dann gelbgrün, schließlich dunkel braunoliv, im Reifezustand locker, Geruch schwach karbolartig.

Sporenstaub:
dunkelbraun oder auch oliv- bis graubraun, Sporen : bräunlich

Vorkommen:
Mai – November auf Wiesen Weiden, Graudünen , Deichen, in lichten und grasigen Laub- und Nadelwäldern, auf Kalk- und Silikatböden, mitunter in großer Zahl, aber trotz riesiger Sporenmengen durch intensive Nutzung der Wiesen mancherorts schon selten, ansonsten zerstreut bis verbreitet, vom Flachland bis ins Gebirge (Alpen: bis 2400m), vom Mittelmeer bis Finnland.

Wert:
Jung eßbar: nach Abziehen der Peridie (innere und äußere Schicht) in Scheiben geschnitten und paniert gebraten wohlschmeckend. Auch zum Trocknen geeignet. Sobald sich die Fruchtmasse jedoch gelblich verfärbt, wird der Pilz bitter und ungenießbar. Für manche Personen evtl. unbekömmlich.

(Nach Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch für Pilzfreunde Bd. II)

Verwechslungsmöglichkeiten:
kaum



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Hasenbovist

Natur-Lexikon.com