Hundsrute

Gemeine Hundsrute (Mutinus caninus)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung:
Phallales
Familie:
Stinkmorchelartige (Phallaceae)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00014
ungenießbar

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Kurzbeschreibung:
Zarter dünner Stiel, der aus einem kleinen Hexenei wächst und dessen Spitze erst grün, später rot gefärbt ist.

Fruchtkörper:
Der Pilz ist zunächst ein fast ganz in der Erde steckendes und dort mit derben, wurzelartigen Strängen fest sitzendes weiß-gelbliches taubeneiförmiges Gebilde, dessen Hülle mit zunehmender Reife aufreißt und aus welchem sich ein 8-12cm hoher und 1-1,5cm dicker blaßrötlicher oder rötlichgelber poriger Fruchtkörper entwickelt, dessen Spitze erst mit einer grünlich – schleimigen Sporenmasse (Gleba) überzogen ist und die nach verschwinden der Sporenmasse eine rötliche Farbe annimmt.

Hundsrute  - Aufschnitt

Der stielartige rutenförmige Teil ist hohl, porös und schlaff , so daß er oft umliegt. Er besteht aus kleinen, hohlen, dünnwandigen Kammern und ist zur Spitze hin oft rötlich überhaucht.

Die Spitze ist eichel- oder kegelförmig und vom Stiel deutlich abgegrenzt und nur wenig verdickt. Die schmierig-schleimige Sporenmasse riecht anfangs kaum, später dann unangenehm und abstoßend. Der Geruch und die feucht-glänzende schmierige Oberfläche locken Insekten an, die dann mit Rüssel, Beinchen usw. die Sporen verbreiten helfen.

Im Gegensatz zur Gemeinen Stinkmorchel (Phallus impudicus), deren Geruch oft viele Meter vom Pilz entfernt wahrnehmbar ist, riecht die Hundsrute nur gering und nur in unmittelbarer Nähe.

gemeine Hundsrute

Vorkommen:
Juli – Oktober in Laubwäldern an Stümpfen und liegenden Stämmen von Rot- und Hainbuche, Linde, Haselnuß und Birke, seltener an Fichten, auf Kalk- und Lehmboden, seltener auf Sand. Verbreitet vom Flachland bis ins untere Bergland.

Wert:
ungenießbar (auch das Hexenei) !

Verwechslungsmöglichkeiten:
Mit der selteneren Himbeerroten Hundsrute. Im Allgemeinen jedoch aufgrund der Größe und der Farbe an der Spitze nach Verschwinden der Sporenmasse kaum Verwechslung möglich.

(Grundlage: Michael/Henning/Kreisel: Handbuch für Pilzfreunde, Bd.II)



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