Krause Glucke

Krause Glucke (Sparassis crispa)                            

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Leistenpilze (Cantharellales)
Familie: Gluckenpilze (Sparassidaceae)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00008

essbar, Speisepilz

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Kurzbeschreibung:
blumenkohlartiger, großer, gelblichweißer Fruchtkörper mit gekräuselten abgeflachten Ästen. An und unter Nadelhölzern.

Fruchtkörper:
zuerst weißlich, später gelblich verfärbt, im Alter bräunlich, ähnelt auf größere Entfernung einer am Baum sitzenden Glucke. 5 – 20cm hoch, bis 30cm breit, manchmal jedoch auch größer, Gewicht bis 5kg, mitunter auch deutlich schwerer bei besonders großen Fruchtkörpern. Der Strunk wächst meist tief in der Erde (z.B. auf einer Kiefernwurzel). Die Fruchtschicht überzieht die flachen Äste.

Fleisch:
weiß, wachsartig, leicht brechend, Geruch würzig, Geschmack nußartig.

Sporen:
farblos, Sporenpulver weiß.

Wert:
ein ausgezeichneter, ergiebiger und geschätzter Speisepilz, solange er noch weiß oder gelblichweiß ist. Ältere, bräunliche Exemplare sind bitter und können Verdauungsstörungen hervorrufen. Der Pilz muß unter viel fließendem Wasser auseinander gebröselt und sorgfältig gesäubert werden, da er leider häufig auch im Inneren sehr sandig ist mit kleinen Pflanzenstücken oder Ameisen, kleinen Spinnen usw..

Er schmeckt besonders gut, wenn er gebraten und zum Schluß mit gequirltem Ei übergossen und kurz weiter gebraten wird, kann aber auch als Suppenpilz verwendet werden. Sein Geschmack ist sehr würzig und aromatisch. Er bleibt auch in zubereitetem Zustand schön al dente.

Der Pilz kann nach der Ernte vergleichsweise lange aufbewahrt werden (luftig, kühl), ohne zu schimmeln. Wissenschaftler haben vor einigen Jahren angeblich herausgefunden, daß der Pilz eine Substanz enthält, welche Schimmelbildung entgegenwirkt.

Vorkommen:
Juli bis November im Nadelwald am Fuße der Stämme oder auch neben Nadelholzstubben, vorwiegend an Kiefern, seltener an Fichte, Tanne oder Douglasie. Der Pilz ist ein Holzzerstörer: Er befällt Wurzeln und untere Stammteile und verursacht Braunfäule.

Abgeschnittene Pilze können aus dem Strunk nachwachsen. Er ist im Flachland und den Mittelgebirgen Mitteleuropas häufig, über 1000m jedoch seltener oder ganz fehlend.

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit dem Klapperschwamm (der aber ein Röhrenfutter besitzt) oder mit dem Ästigen Stachelbart. Beide sind eßbar.



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