Rötelmaus Rötelmaus (Clethrionomys glareolus)

Familie: Mäuseartige (Muridae)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Klasse Säugetiere (Mammalia)

Autor: Andreas Klein
Mail: Tierfotografie@t-online.de
Website:
www.naturbild-digital.de

Dokument: Ak 00002

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Verbreitung :
Die Rötelmaus besiedelt große Teile Europas und Nordasiens. In Deutschland ist sie überall heimisch. Sie ist eines der häufigsten Säugetiere in Europa.

Merkmale:
Die besonders in den Dämmerungszeiten aktive Rötelmaus, auch Waldwühlmaus genannt, hat eine Körperlänge von sieben bis dreizehn Zentimetern und erreicht ein Gewicht von 12-35 Gramm. Der etwa 6,5 cm lange (etwa die halbe Kopf-Schwanzlänge umfassende), zweifarbige Schwanz ist am Ende mit schwarzen Haaren besetzt. Ihr Rückenfell ist „rötelrot“, die Flanken sind graubraun, die Füße hellgräulich und das Bauchfell ist weißlich bis grau gefärbt. Sie besitzt von allen Wühlmausarten die größten Augen. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Rötelmaus liegt bei etwa 1,5 Jahren. Wenn sie keinen Fressfeinden zum Opfer fallen können die Tiere ein Alter von elf bis zwölf Jahren erreichen. Die Rötelmaus spielt als Beutetier von Greifvögeln und Raubtieren wie dem Hermelin, Rotfuchs oder der Wildkatze eine wichtige Rolle in der Nahrungskette. Ihr Bestand ist nicht gefährdet und sie zählt daher nicht zu den geschützten Arten.

Nahrung :
Neben Kräutern, Keimlingen, Pilzen, Früchten und Samen stehen auch Insekten und Würmer auf ihrem Speiseplan. Bisweilen werden von den guten Kletterern, sehr zum Ärger der Forstwirtschaft, auch Nageschäden an jungen Bäumen verursacht.

Lebensraum :
Die Rötelmaus bevorzugt schattige und feuchte Biotope. Man findet sie häufig in der Nähe von Fließgewässern. Sie bewohnt Buchen- und Mischwälder, nasse Erlenbrüche und waldnahe Hecken. Oberhalb der Baumgrenze ist sie bis in Höhen von 2000-2100 m Höhe anzutreffen. Die Rötelmaus ist in kurzen Schüben aktiv. Die Summe dieser kurzen Schübe umfasst ca. 2 -3 Stunden je Tag, mit einem Schwerpunkt in den Morgen- und Abendstunden. In Winter und Sommer ist sie aktiver, als in Frühjahr und Herbst. Der normale Aktionsraum liegt zwischen 1.000 und 4.000 Quadratmeter, je nach Konkurrenzsituation. Bei extremen Futtermangel kanne er auch auf bis zu 20.000 Quadratmeter anwachsen. Ihr Handlungsraum wird mit Urin markiert, allerdings werden Artgenoosen weitgehend toleriert. Nur in den sexuell aktiven Zeiten kann es zu Kämpfen mit Bissverletzungen zwischen den Männchen kommen.


Fortpflanzung und Nest :
Die unterirdischen Gänge der Rötelmaus befinden sich wenige Zentimeter unter der Oberfläche. Das eigentliche Nest wird in verrottenden Baumstümpfen oder Stämmen, oder aber bis zu 45cm tief im Erdreich errichtet. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen findet man die aus Grashalmen geflochtene Nestkugel manchmal sogar im dichten Gestrüpp. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 18-21 Tagen 3-7 nackte Junge zur Welt. Die Jungmäuse werden blind geboren, öffnen nach etwa 12 Tagen die Augen und sind nach ca. 9 Wochen geschlechtsreif. In den ersten 5 Wochen besitzen die Jungtiere ein graues Fell. Die Weibchen werfen 3- bis 6-mal im Jahr.



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