Singapura

Singapura

Familie: Katzen (Felidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Autor: Verena Scholze
Mail: verenascholze@gmx.de
Website: http://www.verena-scholze.de/

Dokument: VS 00030

ausschließliche Nutzungsrechte an Text und Bildern:
Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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Geschichte und Herkunft:
Die Singapura ist eine der kleinsten undseltensten Rassekatzen und auf Rassekatzenausstellungen kaum anzutreffen. In Deutschland gibt es nur sehr wenig Züchter, die sich dieser Rasse verschrieben haben.

Bei der Herkunftsgeschichte dieser Rasse kursieren zwei Versionen. Die erste erzählt, das diese Rasse im Ursprungsland Singapur lebte diese Katze in den Abwasserkanälen und jagte dort die Ratten und Mäuse. Dort wurde sie als „Drain-Cat“ bezeichnet. Man sagt, dass diese Katze wild lebte und rein natürlichen Ursprungs war. 1975 wurde diese Rasse aus Singapur im Westen bekannt, als zwei Amerikaner, Thommy und Hal Meadows einige Exemplare dieser Katzen von einem Urlaub in die USA mitbrachten. Dort begannen sie mit der Zucht dieser besonderen Tiere. Ein Jahr später präsentierten sie die ersten Katzen auf einer Ausstellung, wo sie sofort die Aufmerksamkeit des Publikums und der Katzenliebhaber erhielten.

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Die zweite Version der Herkunft besagt, dass die Singapura aus einer Kreuzung aus Burma und Abessiniern entstanden sein soll. Als Beweis dient hier die Ähnlichkeit der Rassen.

Die Singapura wurde in Europa erst 1987 bekannt, als sie über Belgien den Weg nach Europa fand. 1979 wurde der Singapura von einigen Vereinigungen erlaubt, bei Wettbewerben anzutreten. 1980 wurde die Rasse von der CFA (Cat Fanciers’ Association) registriert. Auch vom vom WCF (World Cat Federation e.V.) sowie vom GCCF (Governing Council of the Cat Fancy) wurde sie anerkannt. Bei der FIFe` ist die Singapura jedoch bis heute noch nicht in die Registrierung aufgenommen.

Typ:
Kurzhaarkatze

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Wesen und Temperament:
Die Singapura besitzt von Haus aus ein neugieriges Wesen. Sie ist sehr aktiv und möchte am liebsten überall dabei sein, da wird auch gerne mal schnell die komplette Einrichtung in Beschlag genommen. Fremden begegnet sie zunächst etwas misstrauisch, zurückhaltend und scheu. Dies kann sich jedoch innerhalb kurzer Zeit ändern, sobald sie Vertrauen gefasst hat. Dann zeigt ihr freundliches und anhängliches Wesen und versteht es, ihren Menschen zum spielen aufzufordern. Sie kann ausgelassen und temperamentvoll sein, jedoch liebt sie die Schmusestunden mit ihrem Menschen und benötigt ihre Streicheleinheiten. Und dies nicht zu knapp. Sie ist anpassungsfähig und unkompliziert.

Körperbau:
Die Singapura ist eine kleine Katze. Sie ist schlank, muskulös und trotzdem kräftig. Ihre Beine sind kurz aber kräftig. Die Pfoten sind oval und eher zierlich. Sie besticht durch ihr eigenes, elegantes Aussehen.

Kopf und Schädel:
Der Kopf der Singapura ist rundlich, das Kinn markant und ausgeprägt.

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Augen:
Die ausdrucksvollen Augen sind das herausragende Merkmal der Singapura. Sie sind sehr groß, mandelförmig und leicht schräg gestellt. Die Augenfarbe variiert zwischen grün, gelb oder gold-braun. Sie besitzen rund um die Augen eine dunkle Umrandung.

Ohren:
Die hochgestellten Ohren in Kombination mit den offenen und großen Augen verleihen der Singapura ein wachsames Aussehen. Die Ohren sind breit angesetzt und relativ groß. Sie sind fest und verjüngen sich zur Spitze hin. Die Ohren besitzen einen leichten Lachston.

Nase:
Die Nase ist ebenfalls lachsfarben mit einem dunkel umrandeten Nasenspiegel.

Hals:
Der Hals ist muskulös und relativ kurz.

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Schwanz:
Der Schwanz ist mittellang und dünn, mit einer abgerundeten, stumpfen Spitze. Er besitzt eine etwas dunklere Zeichnung als das übrige Haarkleid.

Beine:
Die Beine sind muskulös, kurz aber kräftig. Sie besitzt eine enorme Sprungkraft und wird oftmals den Weg des Springens und nicht des Laufens nehmen.

Fell:
Das Fell liegt eng am Körper an und ist sehr kurz, weich und glänzend.

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Pflege:
Das Haarkleid der Singapura ist sehr pflegeleicht, sie besitzt ein sehr kurzes Fell und verliert kaum Haare. Es ist ausreichend, es einmal wöchentlich zu bürsten.

Farbe / Farbvariationen:
Bei der Singapura ist nur ein einiger Farbschlag anerkannt, ein Tabbymuster in „Sepia Agouti“. Die Grundfarbe ist ein Elfenbein mit einem getickten, warmen Braunton, der eine zweifache Bänderung besitzt. Das sogenannte Ticking bedeutet, dass die Haare zwei- oder mehrfach (in hell und dunkel) gebändert sind. Das bewirkt ein „verschwimmen“ der Fellzeichnung, das Fell wirkt somit unifarben. Die Brust und den Bauch der Singapura bedeckt ein heller, natürlicher Farbton.

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Gewicht:
Kater 2,5 bis 3 kg. Katze 2 kg.

Haltung:
Man sollte die Singapura nicht als Einzelkatze halten. Bei der Wahl einer weiteren Katze sollte man jedoch darauf achten, dass man eine Rasse eines ähnlichen Temperaments auswählt. Am besten wäre natürlich die Haltung zweier oder weiterer Singapuras.

Fehler:
Als Fehler sind eindeutig eine abweichende Fellbarbe sowie zu kleine oder hervorstehende Augen und zu kleine Ohren zu nennen. Blaue Augen sind nicht erlaubt.

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