Beauceron

Beauceron - Berger de Beauce

Familie: Hundeartige (Canidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Autor: Verena Scholze
Mail: verenascholze@gmx.de
Website: http://www.verena-scholze.de/

Dokument: VS 00066

ausschließliche Nutzungsrechte an Text und Bildern:
Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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FCI Standard Nr.44
Klassifikation FCI: Gruppe 1 Hütehund und Treibhund


Geschichte und Herkunft:
Über die Geschichte der französischen Schäferhunde gibt es viele verwirrende Niederschriften, über die die Experten sich heute noch uneins sind. Fest steht, dass die Rasse im 19. Jahrhundert außerhalb Frankreichs kaum bekannt war.

Beauceron 01

Beauceron, Bas-Bouge oder Chien de Beauce, dies sind die gegebenen Namen der Rasse, deren Ursprung in Frankreich liegt und die man bis Ende des 19. Jahrhunderts so bezeichnete, bevor man sie unter der Rasse Berger de Beauce zusammenfasste. Es handelt sich dabei um alte Flachlandhirtenhunde, deren Typ alle fast identisch anmuteten, nämlich mit Kurzhaargesicht, rauen kurzen Haarkleid und kupierten Ohren. Diese Hütehundschläge entstammen alle der alten Wanderschäferei. Später bestand die Arbeit bestand für den Beauceron darin, die Höfe der Bauern zu bewachen, die Herden zu führen und zu verteidigen. Die Bezeichnung der Rasse „Bas-Bouge“ (Rotstrumpf) lässt sich auf die vorhandenen Brandzeichen am Körper und an den Pfoten zurückführen. 1889 wurde der Rassestandard erstellt.

Beauceron 02

Körperbau:
Der Beauceron ist ein großer, muskulöser Gebrauchthund.

Haarkleid und Farbe:
Das Haarkleid ist kurz und dick, festanliegend und weist eine Länge von 3 bis 4 cm auf. Auf dem Kopf ist das Haarkleid kurz, am Körper kräftig. Dabei sind die Hose und der untere Teil der Rute immer leicht fransig. Die kurze Unterwolle ist fein, dicht und flaumig. Sie ist sehr eng und erscheint nie über dem Deckhaar. Bevorzugt ist die Farbe der Unterwolle mausgrau.

Die Farben sind schwarz und lohfarbenen Brand, tiefschwarz wobei der Brand eichhörnchenrot sein soll. Harlekin bedeutet blau gefleckt mit lohfarbenen Abzeichen.

Beauceron 03

Charakter und Wesen:
Der Beauceron ist ein intelligenter, aktiver Hund. Er besitzt ein sicheres und furchtloses Auftreten. Mit seiner außergewöhnlichen Ausdauer und dem ausgeprägten Gehorsam ist er gut bei der Arbeit. Er ist geschmeidig in der Bewegung und besitzt eine Schnelligkeit, die man ihm auf den ersten Blick nicht zutraut. Der Beauceron besitzt einen Hang zur Selbstständigkeit, was auf seine Wurzeln als Arbeitshund zurückzuführen ist. Daher ist er kein Hund für Anfänger.

Beauceron 04

Er benötigt einen Halter mit Einfühlungsvermögen und Hundeverstand, der die Erziehung mit liebevoller Konsequenz umsetzt. Beauceron hängen sehr an ihrem Herrn und entwickeln eine ungewöhnlich enge Beziehung zu der Person, wenn er sie als Rudelführer anerkannt hat. Sie erledigen gerne Aufgaben für ihre Bezugsperson. Auch als Familienhund ist der Beauceron geeignet, er liebt alle Familienmitglieder und auch die Kinder.

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Fremden gegenüber verhalten sie sich misstrauisch, zurückhaltend und wachsam. Trotz seines freundlichen Verhaltens lässt er sich nicht von Fremden beeinflussen.

Der Beauceron ist ein Hund, der erst später erwachsen wird. Charakterlich festigt er sich meist im Alter zwischen 2,5 bis 3 Jahren. Er ist kein Kläffer, er bellt nur, wenn er es als notwendig erachtet.

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Haltung:
Vor der Anschaffung der Rasse sollte man sich darüber im Klaren sein, das der Beauceron eine Arbeitshund und kein Hund für Anfänger ist. Er ist ausdauernd und sehr arbeitsam und braucht stetige Beschäftigung. Er ist für Breitensport und Agility geeignet. Auch eine Veranlagung im Bereich der Fährtenarbeit ist bekannt. Er wird heute noch zur Hütearbeit eingesetzt. Ebenso sind Beauceron als Polizeihunde oder als Such- und Rettungshunde im Einsatz.

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Sonstiges:
Der Beauceron besitzt als besonderes Merkmal doppelte Afterkrallen. Auch seine robuste Gesundheit und Unempfindlichkeit gegen Kälte bezeichnet ein weiteres Merkmal der Rasse.

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