Shar Pei

Shar Pei

Familie: Hundeartige (Canidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Autor: Verena Scholze
Mail: verenascholze@gmx.de
Website: http://www.verena-scholze.de/

Dokument: VS 00042

ausschließliche Nutzungsrechte an Text und Bildern:
Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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FCI Standard 309. Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde sowie verwandte Rassen.


Geschichte und Herkunft:
Der Shar Pei ist eine der seltensten Hunderassen der Welt. Mit seine vielen Falten und seinem ungewöhnlichen Aussehen zieht er die Blicke automatisch auf sich denn es sieht so aus, als sei ihm seine Haut zu weit. Seinen Namen verdankt diese Rasse seinem borstigen Fell, denn auf Chinesisch bedeutet Shar Pei so viel wie „Haifischhaut“ oder „Sandpapier“. Bei uns ist diese Rasse auch als „Chinesischer Kampfhund“ bekannt. Dies trifft jedoch auf diese eher freundliche und liebenswürdige Rasse weniger zu. Jedoch wurden diese Hunde früher bei Hundekämpfen gerne und erfolgreich eingesetzt, da die Haut des Shar Pei es anderen Hunden erschwerte, diese mit den Zähnen richtig zu packen.

Shar Pei 01

Experten vermuten, dass die Herkunft des Shar Pei mit hoher Wahrscheinlichkeit bis in das Jahr 206 v.Chr. zurückgeht, was diese Rasse nicht nur zu einer der seltensten als auch zu einer der ältesten macht. Auf damaligen Kunstwerken der Han-Dynastie (206 v.Chr. bis 220 n.Chr.) ist immer wieder ein Hund zu finden, der dem Shar Pei äußerst ähnelt. Allerdings merken auch andere Züchter wie beispielsweise die des Chow Chow, Shi Tzu, Tibet Terrier oder Pekingnese an, das es sich bei den Abbildungen um ihre Rasse handeln würde. Ohne weiteres kann es sich hierbei auch um reine Symbolfiguren handeln, in die sich alle möglichen Arten interpretieren lassen. Denn diverse Kynologen sind bei den Recherchen nach dieser ungewöhnlichen Rasse über die Jahrhunderte hinweg nicht eindeutig fündig geworden.

Als Ursprungsort des Shar Pei vermutet man Dah Let in der südlichen Provinz Kwungtung. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Manche Fachleute vermuten eine Abstammung von einem ausgestorbenen Hund, der vor rund 2000 Jahren in Tibet und Nordchina verbreitet war. Andere sehen eher die Verwandtschaft mit den südchinesischen Arbeitshunden.

Shar Pei 02

Eindeutig ist jedoch, das eine Erhöhung der Hundesteuer, die 1947 in China merklich angehoben wurde, fast zum Aussterben dieser besonderen Rasse führte. Damals konnten sich viele Besitzer diese Rasse nicht mehr leisten und die Anzahl der Hunde ging drastisch zurück. Bereit sum 1095 gab es nur noch wenige Exemplare dieser Rasse übrig. 1973 wandte sich ein Züchter aus Hong Kong per Zeitungsartikel an die amerikanischen Hundezüchter. In diesem Artikel bat er um Hilfe, um die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. So nahm eine großartige Rettungsaktion ihren Anfang. Ende der 70er Jahre schaffte es der Rückgang die Rasse, dass sogar im Guinness World Records (Guinness Buch der Rekorde) ein Eintrag erschien. So war damals nur noch ein Bestand von 145 Tieren (alle in Nordamerika) bekannt, davon waren 92 registriert. Zu Beginn der 80er Jahre konnte dann erfreulicherweise ein Anstieg der Rasse verzeichnet werden, denn es lag ein Zuwachs von mehreren hundert Exemplaren vor. Die ersten Shar Pei‘s hielten 1979 ihren Einzug nach Deutschland.

Körperbau:
Der Sharp Pei ist mittelgroß und kompakt. Er besitzt eine breite, tiefe Brust und einen kurzen und kräftigen Rücken.

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Fell und Farbe:
Sein Haarkleid ist kurz, rau und borstig. Es ist gerade und steht vom Körper ab, jedoch nicht an den Gliedmaßen, wo es üblicherweise flach anliegt. Es sollte nicht länger als 2,5 cm sein. Unterwolle ist keine vorhanden. Die Farben sind schwarz, rot, rehbraun oder manchmal auch creme. Weiß ist nicht zulässig. Es wird immer wieder behauptet, dass sich in den Hautfalten des Shar Pei Schmutz und Ungeziefer ansammeln können. Dies ist nicht korrekt. Er ist aufgrund seines sehr kurzen Fells sehr pflegeleicht.

Charakter und Wesen:
Der Shar Pei ist ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der ein Zusammenleben mit ihm sehr leicht und angenehm macht. Er lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er ist selbstständig, sehr intelligent, rücksichtsvoll und menschenfreundlich. Seiner Familie zeigt er undbedingte Treue und Zuneigung. Fremden gegenüber zeigt er sich zunächst zurückhaltend. Kinder liebt er, daher ist er der ideale Familienhund.

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Haltung:
Der Shar Pei benötigt die Einbindung in die Familie und das Zusammenleben. Er ist als Zwingerhund absolut ungeeignet sondern sollte im engen Familienverband gehalten werden. Er ist ein guter Wachhund und verteidigt sein Zuhause.

Sonstiges:
Generell besitzt der Shar Pei eine robuste Gesundheit. Manchmal jedoch kann er eine Augenkrankheit entwickeln. Diese Einwärtsstülpung des Ober- und Unterlidrandes (Entropium) kann ohne richtige Behandlung zur Erblindung führen.



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