Havaneser

Havaneser (Bichon havanais)

Familie: Hundeartige (Canidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Autor: Verena Scholze
Mail: verenascholze@gmx.de
Website: http://www.verena-scholze.de/

Dokument: VS 00028

ausschließliche Nutzungsrechte an Text und Bildern:
Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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FCI - Standard Nr. 250 Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde


Geschichte und Herkunft:
Diese Rasse stammt wie ebenso wie der Malteser aus dem Mittelmeerraum. Bereits die Spanier sowie italienische Kapitäne brachten die Vorfahren dieser kleinen, langhaarigen Hunde nach Kuba. Deren Nachkommen wurden als so genannte „Havaneser“ oder „Kuba-Hündchen“ wieder in die alte Heimat zurückgebracht. Der Name Hananeser entstand von der am häufigsten vorkommenden Farbe dieser Hunde, nämlich dem „tabakfarben“ oder der „Havanna-Farbe“. Dies verleitete dazu, Havanna als Ursprungsort der Rasse anzunehmen. Die Havaneser wurden auf Kuba auch als „Havanna Silk Dogs“ bekannt und waren ein Symbol für Luxus. Nachdem die Machtfolge in Havanna sich änderte, änderte sich gleichermaßen der Status dieser Rasse. Es steht in einigen Aufzeichnungen nachzulesen, dass diese Rasse aus Kuba verbannt wurde. Offiziell sind jedoch die alten Blutlinien durch unglückliche Umstände ausgestorben. Einige Exemplare jedoch konnten wohl aus Kuba in die USA geschmuggelt werden, sodass der Erhalt der Rasse gesichert war. Der weiße Havaneser lässt sich vom Malteser kaum unterscheiden, einzig das Fell ist gelockter. Er ist auf der ganzen Welt sehr beliebt, das es ihm in Gegensatz zu einigen anderen Bichons in mehreren Farbschlägen gibt.

Havaneser 01

Körperbau:
Der Havaneser ist ein kleiner und kräftiger Hund. Er ist niederläufig wie alle Bichons.

Fell und Farbe:
Das Haarkleid des Havaneser ist sehr üppig, lang, weich und kann glatt sowie leicht gewellt sein. Unterwolle ist meist nicht vorhanden oder nur sehr wenig entwickelt. Die Fellbarbe ist selten komplett reinweiß, sondern kommt in verschiedenen Tönungen vor: schwarz oder havanna-braun, tabakfarben und rötlichbraun. Auch leicht schwarz gewolkt ist zulässig, Flecken sind ebenfalls erlaubt. Es ist eine regelmäßige und umfangreiche Fellpflege nötig.

Havaneser 02

Charakter und Wesen:
Der Havaneser ist ein sehr intelligenter und lernfähiger Hund. Dadurch lässt er sich sehr gut zum „Alarmgeber“ erziehen, ist jedoch keinesfalls ein Kläffer. Er ist quirlig, lebhaft und fröhlich. Andererseits jedoch ein sehr verschmuster Hund, der Kinder liebt und sich als Familienhund und auch für Senioren sehr eignet. Er ist sehr anhänglich und „seinem“ Menschen treu ergeben. 

Haltung:
Aufgrund seiner Größe ist der Havaneser als Wohnungshund geeignet. Jedoch liebt er es zu toben, von daher käme ihm ein eigener Garten sehr gelegen. Spaziergänge liebt er und auch für Hundesport wie Agility oder Obedience eignet er sich.

Havaneser 03

Sonstiges:
Unter dem Begriff „Bichons“ wird eine Gruppe mehr oder weniger langhaariger Zwerghunde zusammengefasst. Diese gelten seit dem klassischen Altertum in allen Mittelmeerländern als Begleiter der der vornehmen Damen des Adels und wurden als solche bekannt. Das Haarkleid dieser Hunde kann glatt, gewellt oder gelockt sein. Hier unterscheidet man je nach Beschaffenheit verschiedene Rassen, nämlich den Malteser (Bichon maltais), den Havaneser (Bichon havanais), den Bologneser (Bichon bolognais), Bichon frise oder auch Bichon Teneriffe genannt, Löwchen (Bichon petit Chien Lion) sowie den Coton de Tulear. Alle dieser Rassen besitzen die gleiche geringere Größe. Die Einteilung dieser Rassen erfolgte durch die Franzosen. 



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