Groenendael

Groenendael
Hüte- und Treibhunde

Familie: Hundeartige (Canidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Autor: Verena Scholze
Mail: verenascholze@gmx.de
Website: http://www.verena-scholze.de/

Dokument: VS 00019

ausschließliche Nutzungsrechte an Text und Bildern:
Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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FCI - Standard Nr. 15


Geschichte und Herkunft:
Bis ins 19.Jahrhundert hinein gab es in Belgien zahlreiche Schäferhundrassen, die eng miteinander verwandt waren, alles jedoch vielfältige, unterschiedliche Typen mit diversen Haarkleidern. Sie wurden, wie der Name schon sagt, zum hüten der der Schaf- und Viehherden verwendet. Jedoch verlor sich mit der Zeit die Bedeutung des und Aufgabe des Schafehütens. Daher gingen die Züchter dieser Hunde dazu über, einen Grundtyp zusammenzufassen und eigene Rassen zu bilden. Diesen Grundtyp gibt es in vier Schlägen, die sich nur in Fell und Farbe unterscheiden. Beraten wurden die Züchter damals von Professor A. Reul beraten, einem Dozenten an der veterinärmedizinischen Schule in Curegehm. Ihn bezeichnet man heute den echten Wegbereiter und als Begründer der Rassen. Offiziell entstand die Rasse zwischen 1891 und 1897. Am 29. September 1891 gründete man in Brüssel den "Belgischen Schäferhundeklub". Am 15.November 1891 organisierte Prof.A. Reul in Cureghem ein Treffen, an dem insgesamt 117 Hunde teilnahmen. Dieses Treffen diente als eine Bestandsaufnahme der besten Rassevertreter.

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In den folgenden Zuchtjahren erfolgte eine strenge Selektion der Zuchtrüden. Bereits im April 1892 wurde ein erster Standard vom Belgischen Schäferhundeklub erstellt und veröffentlicht. Damals zählte der Belgische Schäferhund als Hund der armen Leute, weil es der Rasse noch an entsprechend edlem Aussehen mangelte. Man bemühte sich im Laufe der jahre, das Aussehen zu vereinheitlichen und Zuchtfehler zu korrigieren. Daher erfolgten die ersten Einträge der belgischen Schäferhunde in das Zuchtbuch auch erst 1901. Die Farben und Varianten des Belgischen Schäferhundes waren im Laufe der Zucht stets umstritten. Jedoch war man sich hinsichtlich des Charakters und der Gebrauchstüchtigkeit immer einig.

Der Belgische Schäferhund wird in 4 Fellvariationen gezüchtet. Der Groenendael ist langhaarig und schwarz. Der Laekenois ist rauhaarig. Der Malinois ist kurzhaarig. Der Tervueren ist langhaarig, rotbraun, falb oder schwarz gewolkt. In den meisten Ländern zählen sie als verschiedene Formen der gleichen Rasse. In den USA wurden jedoch drei der Unterformen als eigene Rasse anerkannt. Dazu zählen der Groenendael (bekannt als Belgischer Schäferhund), der Tervueren und der Malinois. Auch der Laekenois steht kurz vor der Anerkennung.

Heute werden die Belgischen Schäferhunde hauptsächlich bei der Polizei, dem Zoll oder auch der Armee eingesetzt.

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Körperbau:
Der Groenendael besitzt einen harmonischen Körperbau, elegant und kraftvoll. Er ist mittelgroß und weist mittlere Proportionen auf. Er besitzt eine stolze Haltung.

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Fell und Farbe:
Der Groenendael besitzt ein langes schwarzes Fell mit glänzendem Deckhaar. Es sollte immer sehr gut gepflegt werden, damit das edle Aussehen erhalten bleibt. Der Fellwechsel findet nur einmal pro Jahr statt (die komplette Unterwolle), ansonsten haart er so gut wie gar nicht. Der Schmutz fällt beim Trocknen ab. Besonders gut auch für Allergiker, der Groenendael ist eine Hunderasse ohne Eigengeruch.

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Charakter und Wesen:
Belgische Schäferhunde im Allgemeinen und der Groenendael im Besonderen gelten als aufmerksam, intelligent und sehr wachsam. Auch wenn sie von der Zucht her für ein Leben im Freien bestimmt waren, integrieren sie sich gut dem Familienleben, jedoch benötigen sie regelmäßige Gelegenheit zum austoben. Durch seinen Hütetrieb passt er gut auf seine Familie auf. Der Groenendael ist ein lebhafter Hund, gleichzeitig wachsam und kinderlieb. Er ist intelligent und sensibel, außerdem extrem arbeitswillig und lernfähig.

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Haltung:
Die Haltung in einer kleinen Wohnung ist nicht förderlich für diesen Hund, eine Wohnung/Haus mit Garten wäre wünschenswert. Man sollte ihm täglich mehrere Stunden Auslauf gönnen, auch sportliche Aktivitäten bieten sich an. Er ist für viele sportliche Ausbildungen geeignet, hier eignen sich insbesondere Agility und Breitensport.

Sonstiges:
Dieser Hund ist nicht zu verwechseln mit dem Weißen Schäferhund.

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