Boxer

Deutscher Boxer

Familie: Canidae (Hundeartige)
Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
Klasse: Mammalia (Säugetiere)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00004H

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Matthias Zimmermann

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Geschichte
Der Boxer hat seinen Vorläufer im „Bullenbeisser“. Einem Hund der seinen Namen durch die Bändigung von Großtieren auf Schlachthöfen und bei Viehhändlern erworben hat. Ursprünglich als Jagdhund eingesetzt hat er später vor allem seinen Einsatz bei Viehhändlern gefunden. Durch seine Fähigkeit selbst Bullen bändigen zu können, hatte der Bullenbeisser seinerzeit einen sehr hohen Marktwert. Im frühen Jahren wurde er auch zur Bärenjagd eingesetzt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten reinrassigen Boxer gezüchtet.

Er ist also von der Abstammung her ein Kampfhund, mit viel Schnelligkeit und Kraft. Allerdings fehlt ihm die starke Aggressivität. Anfang der 20. Jahrhunderts wird der Boxer beschreiben und durch Zucht weiterentwickelt. 1905 wurde dann auch der erste Standard beschrieben.

Seine Herkunft liegt in Deutschland und England.

Der aktuelle Standard ist der F.C.I. Standard-Nr. 144 / 02.04.2001 / D.

Der Boxer gehört zu den Doggenartigen – Molosser.

Deutscher Boxer

Körperbau

Der Boxer ist im Körperbau leichter und kleiner als die verwandte Dogge. Er ist stämmig mit fast quadratischem Körperbau. Seine Knochen sind sehr stabil und schwer. Die kräftigen Muskeln treten deutlich hervor.

Kopf:

Der kopf ist typisch für den Boxer und passt von der Form zum Körper. Der Fang ist breit und kräftig und sollte von allen Seiten groß erscheinen. Der Kopf ist nicht dunkel, nur entlang des Mauls zeigen sich dunkle Bereiche. Die Nase hat die Länge des halben Kopfes. Die Stirn ist nur angedeutet und entsteht sprungartig aus dem Nasenrücken. Die Nasenlöcher sind weit und leicht verbreitert.

Die Fangzähne stehen weit auseinander. Die Lippen treffen aufeinander und das Kinn springt nicht vor. Bei geschlossenen Lippen sind weder Zähne noch Zunge zu sehen. Der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer und ragt nach oben.

Die Ohren sitzen seitlich am Oberkopf. In Ruhestellung liegen sie an den Backen an. Sie wirken eher zu klein, als zu groß. Der Hals ist lang, kräftig und rundlich geformt.

Das Minenspiel ist sehr ausgeprägt und spiegelt seine Stimmung wieder. Wie bei allen Doggenartigen Hunden hängen seine Lefzen leicht herunter.

Die Rückenpartie ist kurz, breit und kräftig gestaltet. Die Vorderbrust ist kräftig ausgebildet.

Boxer Nahaufnahme

Augen
Die Augen sind dunkel gefärbt, mit dunkeln Rändern. Sie blicken gutmütig und intelligent. Aggressivität und Falschheit kann man in ihnen nicht erblicken.

Bewegung
Seine Bewegungen sind lebhaft und z.T. anmutig.

Fell
Das Fell ist kurz und dicht anliegend. Es kann gelb bis braun gefärbt oder gefleckt sein. Auch weiße Fellbereiche können vorkommen, sollten aber unter 30 % des Gesamtfells liegen. Die Haut ist frei von Falten. Das Fell ist gelblich (in allen Tönen) bis gestromt. Die Fellpflege ist kaum notwendig, bis auf gelegentliches Bürsten. Durch das kurz Fell ist der Boxer im Winter leicht kälteempfindlich.

Boxer spielend

Schulterhöhe

Rüde: 57-63 cm; bei ca. 30 KG

Hündin 53-58 cm; bei ca. 25 KG

Rute

Sie ist kurz und hoch angesetzt.

Boxer

Charakter

Der Boxer ist ein typischer Familienhund. Da er Fremden misstrauisch gegenübertritt ist er auch als Wachhund einsetzbar. Er ist freundlich, intelligent, spontan und sehr lernfähig. Meist ist er sehr ungestüm und anhänglich bei bekannten Personen, welche er auch gern mal ableckt J.

Er sucht auch gern den Körperkontakt und boxt oder stößt andere an, um sie zum Spiel zu motivieren. Leider verstehen dies nicht alle anderen Hunde (oder auch Menschen) richtig und fühlen sich eher angegriffen.

Grundsätzlich sind Boxer ruhige Hunde, die auch die Nerven behalten, wenn es hektisch wird. Er ist treu und ohne Falschheit. Er ist immer offen heraus, verspielt und ohne Hinterlist.

Boxer können gut mit Kindern umgehen. Allerdings sollte man ihn erst an das Kind gewöhnen und bei kleinen Kindern ihn nicht mit diesen allein lassen.

Sein Charakter ist gut formbar und bedarf beständiger Pflege. Bei entsprechender Anpassung können Boxer auch gut mit anderen Artgenossen oder Haustieren auskommen.

Er liebt die Bewegung, das laufen im Freien oder das Spiel mit dem Besitzer. Der Boxer ist ein extrem verspielter Hund. Im Spiel kann er seine Fähigkeiten optimal trainieren. Er entwickelt auch eine Vorliebe für seine liebsten Spielzeuge, auch wenn sie noch so abgelutscht sind J. Man kann mit ihm aber auch sehr gut Joggen, Radfahren oder Wandern.

Der Boxer ist als „Gebrauchshund“ gezüchtet worden, d.h. er lernt einmal bestimmte Abläufe und kann dann diese selbständig durchlaufen.

Aufzucht / Erziehung
Durch seine ungestüme Art springt er gern an Personen hoch, was man ihm aber rel. schnell abgewöhnen kann. Schließlich ist er ein schnell lernender Hund!

Einsatz
Familienhund, Wachhund oder als Diensthund. Da er sehr gut riechen kann, wird er auch als Lawinen- Rauschgift- oder Rettungshund eingesetzt.

Weiße Boxer
Weiße Boxer entspringen einer Vererbungslinie weißer Boxer. Sie leiden an keiner Krankheit und haben auch keinen Gendefekt. Man sieht sie inzwischen häufiger, wie auch hier auf den Fotos.


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