Schäferhund

Deutscher Schäferhund (DSH)
syn.  Wolfshund

Familie: Canidae (Hundeartige)
Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
Klasse: Mammalia (Säugetiere)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00003H

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Matthias Zimmermann

Alle Fotos: Verena Scholze

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Einführung

Der Schäferhund ist die weltweit beliebteste Hunderasse überhaupt. Er ist ein typischer Familienhund und sehr vielseitig einsetzbar.

Herkunft

Die ursprünglichen Hunde der Schäfer waren große und kräftige Tiere, welche auch die Herde gegen Viehdiebe und wilde Tiere (z.B. Bären) verteidigen konnten. Diese Hirtenhunde waren so stark, dass sie immer an Ketten gehalten werden mussten. Erst mit dem Wegfall dieser Aufgaben konnten sich in den letzten Jahrhunderten kleinere und wendigere Hunde für die Arbeit mit den Schafen qualifizieren. Ihre Aufgaben lagen nun mehr darin, die Schafe am Betreten von Kulturen zu hindern. Nun begann die Züchtung der modernen Schäferhunde, welche sich dann in Richtung des heutigen deutschen Schäferhundes entwickelte. Für die ursprünglichen Aufgaben wäre jedoch bei weitem nicht kräftig genug gewesen. Diese neuen Schäferhunde mussten vor allem gut dressierbar, selbstbewusst, aber nicht aggressiv, dabei wetterfest und körperlich ausdauernd  sein. Sie sollten selbstbewusst die Herde bewegen, aber auf keinen Fall einzelne Herdenmitglieder verletzen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden häufiger Schäferhunde mit Wölfen gekreuzt, um so stärker die Wolfeigenschaften im Schäferhund zu betonen. Es sollte die Schäferhunde stärken und vor Krankheiten schützen. Wenige Jahrzehnte später wurde dieses Unterfangen wieder aufgegeben, da die Wolfshunde zu aggressiv und unbeständig im Wesen waren.

Im Standard von 1890 wurde dann der Deutsche Schäferhund heutiger Prägung beschrieben. Damals wurden noch unterschiedliche Felltypen unterschieden (langhaarig, rauhaarig, glatthaarig).

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wurden dann Schäferhunde immer mehr zu Modehunden, die nach äußeren Merkmalen gezüchtet wurden. Erst mit dem Einsatz im Krieg und danach begann sich der Schäferhund auch als „Gebrauchshund“ ausserhalb des Schafwesens durchzusetzen. Insbesondere Polizei, Militär und Sanitätswesen griffen nun immer mehr auf die Schäferhunde zu.

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Verein für Schäferhunde (www.schaeferhunde.de)

1899 gründete sich in Frankfurt am Main der Verein für Schäferhunde. Mit ihm setze nun eine rege Entwicklung und Zucht des Schäferhundes ein.

Heute besteht dieser Verein mit über 2.000 Ortsgruppen. Seine Zielsetzung beschreibt der Verein  wie folgt: „Der Verein verfolgt dabei u.a. das Ziel, einen Gebrauchshund zu züchten, der als Helfer und Freund des Menschen national und international hohe Anerkennung und Akzeptanz besitzt. Als eine Art " König der Zehnkämpfer" ist der Deutsche Schäferhund insbesondere als Diensthund bei Behörden, als Rettungshund, Hütehund, Wachhund, Behindertenführhund, Begleithund und Familienhund geeignet. Schäferhundsport als Freizeit- und Leistungssport gibt es in den Bereichen: Schutzhundausbildung, Zuchtschau, Leistungs-Hüten , Agility und Rettungshundwesen.“

WUSV - die Weltunion der Schäferhundvereine

1968 gründet sich die Weltunion der Schäferhundvereine im dem heute mehr als eine halbe Million Mitglieder zusammengeschlossen sind. In ihr sind mehr als 63 Länder unter einem Dach zusammengeschlossen. Der Sitz der WUSV ist in Augsburg. Ziel ist es u.a. die Vereinheitlichung der Zucht- und Rassestandards länderübergreifend zu regeln. Zudem werden nun auch vermehrt Internationale Schäferhundmeisterschaften ausgetragen.

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Zuchtbuch für Schäferhunde

Nach dem Vorbild der Pferdezüchter entstand bereits 1873 das erste Hundezuchtbuch.

Ein Jahr nach Gründung des Vereins für Schäferhunde wurde dort ein eigenes Zuchtbuch für Schäferhunde aufgelegt. In diesem sind bis heute mehr als 2.Mio Schäferhunde erfasst. Es handelt sich um ein Rasse- Echtheitsdokument, also um vererbte Eigenschaften und nicht um Ausstellungserfolge. In diesem Zusammenhang erhält der Hundebesitzer ein Rasse-Echtheitszertifikat, welches Auskunft über die Herkunft und Reinrassigkeit eines Hundes gibt.

unterschiedliche Typen

Vom deutschen Schäferhund unterscheidet man 2 verwandte Rassen.

Zum einen der langstockhaarige Schäferhund (altdeutscher Schäferhund) mit einem längeren, weichern Fell und zum anderen den stockhaarige Schäferhund. Herkunft, Körperbau und Charakter beider Rassen sind weitgehend identisch.

In der Vergangenheit gab es diverse verwandte Rassen mit abweichenden Merkmalen. Gezielt wurde in der Zucht in Richtung des stockhaarigen, wolfsähnlichen Schäferhundes gearbeitet. Alle abweichenden Farb- und Felltypen sind weitgehend ausgerottet. Von allen „abweichenden“ Schäferhunden konnte sich dann nur der langstockhaarige Schäferhund halten. Er ist vor allem an der starken Unterwolle zu erkennen.

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Wesen

Er ist charakterlich stabil und belastbar. Sein Temperament und seine Energie setzt er gezielt ein und ist dabei sehr sozial und anpassungsfähig. All diese Eigenschaften machen ihn auch zu einem bevorzugten Hund für Soziale Dienste, Wach- und Polizeidienste, sowie Rettungsdienste. Schäferhunde entwickeln meist eine enge Bindung zu ihrem Besitzer, mit dem sie durch alle Höhen und Tiefen gehen.

Mit Kindern und Haustieren kommen Schäferhunde gut aus. Unbekannte Menschen oder Tiere werden vom ihm allerdings erst einmal „gestellt“.

Körperbau

Wenn man einen deutschen Schäferhund betrachtet erscheint er dem Betrachter kräftig und wendig zugleich, er wirkt intelligent und vom Körperbau ausgewogen. Er scheint der typische und für viel der ideale Hund schlechthin zu sein. Er ist sehr kräftig und ausdauernd.

Größe

Rüden erreichen eine Schulterhöhe von ca. 65 cm, die Hündinnen sind ca. 5 cm kleiner. Ihr gewicht liegt bei 30-40kg, Hündinnen sind etwa 8kg leichter.

Ohren

Die Ohren des deutschen Schäferhundes sind spitz. Nach der Geburt hängen sie die ersten 6 Wochen wolfsähnlich herab, um sich danach aufzurichten.

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Fell

Sein dickes Fell schützt ihn gut vor Kälte, so dass auch eine Haltung im Außenzwinger (wenn es den sein muss) möglich ist. Es ist Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgelben Einfärbungen.

Sein Fell ist sehr pflegeleicht. Es braucht nur wenig gebürstet zu werden, allerdings ist die Fellpflege eine gute Gelegenheit die Beziehung zu seinem Hund zu intensivieren und die meisten Schäferhunde genießen das Ausbürsten des Felles auch sehr.

Haltung und Aufzucht

Der Schäferhund ist ein unproblematischer Hund. Er lernt schnell und passt sich gut an. Allerdings braucht er viel Bewegung und Beschäftigung bzw. eine Aufgabe. Den ganzen Tag über in einer Wohnung auf den Besitzer zu warten lässt ihn (wie die meisten anderen Hunde auch) verkümmern.

Die Ausbildung/ Training in einem Schäferhundverein o.ä. tut dem Hund meist sehr gut!

Freundliche Zuwendung, Aufmerksamkeit, viel Bewegung und gute Pflege sind die Eckbausteine für ein gutes Hundeleben und ein vertrauensvolles Verhältnis zum Hund.

Radtouren und Jogging macht der Schäferhund als „Mitläufer“ gerne mit. Niemals sollten bei einem Schäferhund Zweifel aufkommen, wer bestimmt wo es lang geht. Eine klare und konsequente Führung ist sehr wichtig.

Bei einem Wurf werden meist 5 -8 Welpen geboren. Wer einen Schäferhund erwerben möchte sollte dies direkt bei einem Züchter tun, der auch ein entsprechendes Zertifikat ausgibt. Es ist ratsam einen recht jungen Welpen zu erwerben, damit dieser nicht zu später (und großen Problemen) die Bezugsperson wechseln muss. Nach 1,5 bis 2 Jahren ist der Schäferhund dann ausgewachsen.

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Sport

Der Schäferhundsport ist in Deutschland weit verbreitet und ist vereinsmäßig organisiert. Dort werden auch diverse Wettkämpfe, Leistungsprüfungen und Qualifikationsprüfungen durchgeführt. Beispielhaft sei hier die Schutzhundeprüfung in verschiedenen Schwierigkeitsstufen genannt.

Erkrankungen

Typische Erkrankungen des deutschen Schäferhundes sind Allergien und Hüftgelenksprobleme, welche sich bei falscher Züchtung herausbilden können.

Ernährung

Wie bei allen großen Hunden ist auch beim Schäferhund die richtige Ernährung für die Entwicklung des Hundes wichtig. Vor allem Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine dürfen nicht fehlen. Ausreichend frisches Wasser sollte selbstverständlich sein!

Natürlich darf ein Hund nicht zu fett werden. Die Rippen sollten auf kurze Distanz beim Einatmen noch sichtbar werden. Ist dies nicht mehr der Fall, liegen ein paar Kilo zuviel um die Rippen.

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Rassestandard deutscher Schäferhund

F.C.I.-Standard-Nr. 166/23.03.1991/D Fassung 1997
 
    Allgemeines Erscheinungsbild   
Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und gut bemuskelt,    die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest.   

Wichtige Maßverhältnisse   
Die Widerristhöhe beträgt für Rüden 60 cm bis 65 cm, bei Hündinnen 55 cm bis 60 cm. Die Rumpflänge übertrifft das Maß der Widerristhöhe um etwa 10 - 17 %.

Wesen              
Der Deutsche Schäferhund muß vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. Er muß Mut, Kampftrieb und Härte besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.           

Kopf
Der Kopf ist keilförmig, der Körpergröße entsprechend (Länge etwa 40 % der Widerristhöhe), ohne plump oder überstreckt zu sein, in der Gesamterscheinung trocken, zwischen den Ohren mäßig breit. Die Stirn ist von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder mit nur schwach angedeuteter Mittelfurche.               Das Verhältnis von Oberkopf zu Gesichtsteil beträgt 50 % zu 50 %. Die Oberkopfbreite entspricht in etwa der Oberkopflänge. Der Oberkopf geht (von oben gesehen) von den Ohren zur Nasenkuppe sich gleichmäßig verjüngend mit schräg verlaufendem, nicht scharf ausgebildetem Stirnabsatz in den keilförmig verlaufenden Gesichtsteil (Fangteil) des Kopfes über. Ober- und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet. Der Nasenrücken gerade, eine Einsattelung oder Aufwölbung ist nicht erwünscht. Die Lippen sind straff, gut schließend und von dunkler Färbung. Die Nase muß schwarz sein. Das Gebiß muß kräftig, gesund und vollständig sein (42 Zähne gemäß der Zahnformel). Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiß, d.h. die Schneidezähne müssen scherenartig ineinandergreifen, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers scherenartig die des Unterkiefers überschneiden. Auf-, Vor- und Rückbeißen ist fehlerhaft, ebenso größere Zwischenräume zwischen den Zähnen (lückenhafte Stellung). Fehlerhaft ist ebenso die gerade Zahnleiste der Schneidezähne. Die Kieferknochen müssen kräftig entwickelt sein, damit die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können. Die Augen sind mittelgroß, mandelförmig, etwas schrägliegend und nicht hervortretend. Die Farbe der Augen soll möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen.           

Ohren              
Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren von mittlerer Größe, die aufrecht und gleichgerichtet getragen werden (nicht seitwärts eingezogen), sie sind spitz auslaufend und mit der Muschel nach vorn gestellt. Kippohren und Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. in Ruhestellung nach hinten angelegt getragene Ohren sind nicht  fehlerhaft           

Hals              
Der Hals soll kräftig, gut bemuskelt und ohne lose Kehlhaut (Wamme) sein. Die Zuwinkelung zum Rumpf (Horizontale) beträgt ca. 45 %.           

Körper
Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelt. Die Kruppe soll lang und leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen.Die Brust soll mäßig breit sein, die Unterbrust möglichst lang und ausgeprägt. Die Brusttiefe soll etwa 45 % bis 48 % der Widerristhöhe betragen. Die Rippen sollen mäßige Wölbung ausweisen, tonnenförmige Brust ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit. Die Rute reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, jedoch nicht über die Mitte des           Hintermittelfußes hinaus. Sie ist an der Unterseite etwas länger behaart und wird in sanft herabhängendem Bogen getragen, wobei sie in der Erregung und in der Bewegung stärker angehoben getragen wird, jedoch nicht über die Horizontale hinaus. Operative Korrekturen sind verboten.    

       
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Gliedmaßen           

Vorhand              
Die Vordergliedmaßen sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn gesehen absolut parallel.Schulterblatt und Oberarm sind von gleicher Länge und mittels kräftiger Bemuskelung fest am Rumpf angelagert. Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm beträgt im Idealfall 90°, im Regelfall bis 110°. Die Ellenbogen dürfen weder im Stand noch in der Bewegung ausgedreht werden und ebenso nicht eingedrückt sein. Die Unterarme sind von allen Seiten gesehen gerade und zueinander absolut parallel stehend, trocken und fest bemuskelt. Der Vordermittelfuß hat eine Länge von ca. 1/3 des Unterarmes und hat einen Winkel von ca. 20° bis 22° zu diesem. Sowohl ein zu schräg stehender Vordermittelfuß (mehr als 22°) als auch ein steil stehender Vordermittelfuß (weniger als 20°) beeinträchtigen die Gebrauchseignung, insbesondere die Ausdauerfähigkeit.  Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und gewölbt, die Sohlen hart, aber nicht spröde. Die Nägel sind kräftig und von dunkler Farbe.           

Hinterhand              
Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelt. Die Sprunggelenke sind kräftig ausgebildet und fest, der Hintermittelfuß steht senkrecht unter dem Sprunggelenk. Die Pfoten sind geschlossen, leicht gewölbt, die Ballen hart und von dunkler Farbe, die Nägel kräftig, gewölbt und ebenfalls von dunkler Farbe.           

Gangwerk              
Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber. Die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, daß er ohne wesentliche Veränderung der  Rückenlinie die Hinterhand bis zum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genausoweit ausgreifen kann. Jede Neigung zur Überwinkelung der Hinterhand mindert die Festigkeit und die Ausdauer und damit die Gebrauchstüchtigkeit. Bei korrekten         Gebäudeverhältnissen und Winkelungen ergibt sich ein raumgreifendes, flach über den Boden gehendes Gangwerk, das den Eindruck müheloser Vorwärtsbewegungen vermittelt. Bei einem nach vorn geschobenen Kopf und leicht angehobener Rute ergibt sich bei einem gleichmäßigen und ruhigen Trab eine von den Ohrenspitzen über den          Nacken und Rücken bis zum Rutenende verlaufende weichge-schwungene und nicht unterbrochene Rückenlinie.           

Haut              
Die Haut ist (lose) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden.           

Haarkleid              
Beschaffenheit des Haares: Die korrekte Behaarung für den Deutschen Schäferhund ist das Stockhaar mit           Unterwolle. Das Deckhaar soll möglichst dicht, gerade harsch und fest anliegend sein. Am Kopf einschließlich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals etwas länger und stärker behaart. An der Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk, an der     Rückseite der Keulen bildet es mäßige Hosen.           

Farben              
Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske. Unauffällige, kleine weiße Brustabzeichen, sowie helle Innenseiten sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe muß bei allen Farbschlägen schwarz sein. Fehlende Maske, helle bis       stechende Augenfarbe sowie helle bis weißliche Abzeichen an Brust und Innenseiten. Helle Krallen und rote Rutenspitze sind als Pigmentschwäche zu bewerten. Die Unterwolle zeigt einen leichten Grauton. Die Farbe weiß ist nicht zugelassen.           

Größe/Gewicht
Rüden: Widerristhöhe 60 cm bis 65 cm, Gewicht 30 kg bis 40 kg
Hündinnen: Widerristhöhe 55 cm bis 60 cm, Gewicht 22 kg bis 32 kg
            

Hoden              
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

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Fehler              
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.           

Schwere Fehler              
Abweichungen von den vorstehend beschriebenen Rassekennzeichen, die die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen.     Ohrenfehler: Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung der Ohren, nicht gefestigte Ohren.  Erhebliche Pigmentmängel. Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit.           

Zahnfehler:              
Alle Abweichungen vom Scherengebiß und der Zahnformel, soweit es sich nicht um ausschließende Fehler (siehe folgendes) handelt.           

Ausschließende Fehler              
a) Wesensschwache, bissige und nervenschwache Hunde.              
b) Hunde mit nachgewiesener "schwerer HD".              
c) Monorchiden und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten Hoden.              
d) Hunde mit entstellenden Ohren- bzw. Rutenfehlern.              
e) Hunde mit Mißbildungen.              
f) Hunde mit Zahnfehlern bei Fehlen von: 1 mal Prämolar 3 und ein weiterer Zahn, oder 1 Fangzahn, oder 1 Prämolar 4, oder 1 Molar 1 bzw. Molar 2, oder insgesamt 3 Zähne und mehr.              
g) Hunde mit Kiefermängeln: Rückbiß von 2 mm und mehr,  Vorbiß Aufbeißen im gesamten Schneidezahnbereich.              
h) Hunde mit Über- bzw. Untergröße von mehr als 1 cm.              
i) Albinismus              
j) Die Haarfarbe weiß (auch bei dunklen Augen und Nägeln).              
k) Langstockhaar (langes, weiches, nicht fest anliegendes Deckhaar mit Unterwolle, Fahnen an Ohren und Läufen, buschige Hosen und buschige Rute mit Fahnenbildung nach unten).              
l) Langhaar (langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte gescheitelt, Fahnen an Ohren und Läufen und an der Rute).



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