Weißer Schäferhund

AC Weisser Schäferhund

Familie: Canidae (Hundeartige)
Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
Klasse: Mammalia (Säugetiere)

Autorin: Doreen Baum
Mail: doreen.baum@tierfotoagentur.de
Website: http://www.tierfotoagentur.de

Dokument: DB 00001

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Verwendung
Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter, freudiger und gelehriger Arbeitshund.
Klassifikation F.C.I.
Gruppe 1
Schäferhunde und Treibhunde,
ausgenommen Schweizer Sennenhunde.
Sektion 1
Schäferhunde
Mit Arbeitsprüfung

Kurzer geschichtlicher Abriss
Nachdem 1933 die Farbe "weiss" aus dem Standard des Deutschen Schäferhundes gestrichen worden war, verschwanden die weissen Deutschen Schäferhunde fast vollständig aus Kontinentaleuropa. Nur dank eigenständiger Weiterzucht in Amerika und Kanada konnten die weissen Schäferhunde überleben und sich allmählich zu einer eigenständigen Rasse entwickeln.

Anfangs 70-er Jahre wurden die ersten Tiere wieder in die Schweiz importiert. Der USA-Rüde "Lobo" war am 05. März 1966 geboren worden, also noch bevor auch in Amerika die Farbe weiss aus dem Standard für Deutsche Schäferhunde gestrichen worden war. Deshalb konnte er damals noch in das Schweizerische Hundestammbuch (SHSB) eingetragen werden. Aus Verbindungen mit diesem in der Schweiz zuletzt registrierten Rüden sowie weiteren Importhunden aus USA und Kanada wurden die Weissen Schäferhunde allmählich über ganz Europa verbreitet, wo heute bereits tausende, über Generationen reinggezüchtete, Exemplare leben.
Von seinen deutschen "Verwandten" hat sich der Weisse Schäferhund im Laufe der Jahrzehnte anatomisch und wesensmässig deutlich entfernt. Deshalb ist er seit Juni 1991 in der Schweiz als neue Rasse unter dem Namen "Weisser Schäferhund" anerkannt. (Holland, Dänemark und Tschechien folgten diesem Beispiel und registrieren heute ebenfalls Weisse Schäferhunde.)

Schäferhund

Allgemeines Erscheinungsbild
Kräftiger, gutbemuskelter, mittelgrosser, stehoriger, stockhaariger oder langstockhaariger weisser Schäferhund von rechteckigem Format, mittelschwerem Knochenbau und eleganten, harmonisch-fliessenden Körperumrissen.

Verhalten und Charakter
Temperamentvoll, ohne Nervosität, aufmerksam und wachsam; zu vertrauten Menschen freundlich, zutraulich und anhänglich; leicht zu führen und ausgeglichen; gegenüber Fremden reserviert, jedoch nicht ängstlich oder aggressiv; begegnet unbekannten Umwelteinflüssen zuerst zurückhaltend-vorsichtig, dann neugierig.


Beschaffenheit des Haares
Mittellanges, dichtes, gutanliegendes Stockhaar oder Langstockhaar; reichliche Unterwolle überdeckt von kräftigen, geraden Grannen; Fang, Gesicht, Ohren und Vorderseite der Läufe sind kürzer behaart; am Nacken und an der
Rückseite der Läufe etwas länger. Leicht gewelltes, hartes Haar zulässig.

Farbe
Weiss, reines Weiss bevorzugt.

Grösse und Gewicht
Rüden 60 - 66 cm ca. 30 - 40 kg
Hündinnen 55 - 61 cm ca. 25 - 35 kg
Typvolle Hunde mit leichter Unter- oder Übergrösse werden akzeptiert

Leichte Fehler
Schwache Wildfärbung (schwache gelbliche oder lohfarbene Schattierung) an Ohrenspitzen, Rücken und Oberseite der Rute.

Schwere Fehler
Plumpe Erscheinung, zu kurzes Gebäude (quadratisches Format)
Mangelndes Geschlechtsgepräge
Fehlern anderer Zähne als die M3 oder höchstens zwei PM1
Hängeohren, Kippohren, Knickohren
stark abfallende Rückenlinie
Rute: Ringelrute, Knickrute, Hakenrute, Kipprute
Haarbeschaffenheit: weiches, seidiges Deckhaar; wollig, lockig, nicht am Körper anliegend; ausgesprochenes Langhaar ohne Unterwolle
Haarfarbe: Deutliche Wildfärbung (deutliche, gelbliche oder lohfarbene Verfärbung) an Ohrspitzen, Rücken und Oberseite der Rute
Blaue Augen, hervortretende Augen
Pigmentlosigkeit, Albino
Wesensmängel: Ängstlichkeit, Aggressivität

N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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